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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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69131.2 Wir fahren … und fahren … und fahren … sönliche Wertvorstellungen und Identität ausgedrückt werden. Andererseits unterstreicht dies auch die soziale Einordnung in eine gesellschaftliche Position – ein Auto kann z. B. Status und Prestige vermitteln oder auch Ausdruck einer bestimmten Lebenseinstellung sein [28], [29], [30], [33], [34]. Darüber hinaus fungiert das Automobil selbst als kulturelles Symbol, es repräsentiert Fortschritt, Freiheit, Individualität und Kultiviertheit; es stimuliert Musik, Kunst, Literatur, Film und Werbung; es beeinflusst Familienleben, soziale Interaktion und kulturelle Ritua- le und ist integraler Bestandteil von Initiationsriten der modernen Gesellschaft (vgl. [11], [35], [36], [37]). Weitere Ansätze Neben der nicht immer trennscharfen Unterscheidung (vgl. dazu auch [6], [38]) von in- strumentellen, affektiven und symbolischen Motiven existiert mittlerweile eine Reihe von Untersuchungen und Auseinandersetzungen, die das Automobil sowie Gründe für seine Nutzung stärker in den Kontext eines sozio-technischen Systems stellen und beleuchten, auf welche Weise das Auto spezifische soziale Funktionen erfüllt, wie es z. B. räumliche Ungleichheiten und Trennungen aufrechterhält, geschlechtliche Konstruktionen mitprägt oder nationale und kulturelle Identitäten festigen kann (vgl. z. B. [14], [39], [40], [41], [42], [43]). Ein weiteres, im Kontext von Arbeiten zum Zusammenhang zwischen Autobesitz und autonomem Fahren wichtiges Thema ist das Auto als „privater Raum“ (vgl. [44], [45]). Der „Kokon“ Auto, ein „bewohnter“ Raum, kann als Rückzugsort aus dem als stressig, schnell, laut und überfüllt empfundenen modernen Leben fungieren, und er entfaltet darüber hinaus auch eine besondere Bedeutung hinsichtlich sozialer Interaktion. Laurier und Dant [46] haben auf die Bedeutung dieses „bewohnten“ Raumes auch im Hinblick auf das Aufkom- men zunehmender Automatisierung von Fahrzeugen hingewiesen: Die Befreiung von der Fahraufgabe fügt sich ein in eine evolutionäre Entwicklung, bei der es im Zu sammenhang mit dem Automobil im Laufe der letzten Jahrzehnte zunehmend weniger um das Aus- drücken von Identität geht (dies zeige sich auch im Bedeutungsverlust von Sportfahrzeugen und der Zunahme von geschlossenen Fahrzeugen mit großem Innenraum) als vielmehr um das temporäre „Bewohnen“ eines Raumes, der auch dazu dient, soziale Interaktionen zu vollziehen. Solche Studien betonen immer wieder, dass weniger individuelle als vielmehr soziale Faktoren eine maßgebliche Rolle bei der Favorisierung des Autos gegenüber ande- ren Verkehrsmitteln spielen können: Im Raum des Automobils werden spezifische soziale Rollen eingenommen, die Menschen üblicherweise im sozialen Mit einander ausüben ( Eltern-Sein, Freund-Sein, Arbeiterin-Sein etc.) [42], [47]. In diesen Kontext könnten auch neuere Arbeiten zur Bewertung der Reisezeit bei der Nutzung unterschiedlicher Verkehrsmittel gesetzt werden (vgl. [27], [48]). Lange Zeit wurde das Fahren im Auto als unproduktive, verschwendete Zeit gesehen – der häufig monotone, immer gleiche Weg zur Arbeit war ein typisches Beispiel dieser Last [49]. Dass im Auto verbrachte Zeit subjektiv aber durchaus als wertvoll, ja sogar als „Geschenk“ wahrgenommen und bewertet werden kann, haben in jüngerer Vergangenheit vor allem Jain
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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