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Autonomes Fahren - Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
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Vom (Mit-)Fahren: autonomes Fahren und Autonutzung702 stark miteinander vermischen würden – dass also die Technologie letztlich einen Trend vorantreiben könnte, den viele heute schon als bedenklich identifizierten: eine immer stärker an Leistung und Effizienz orientierte Gesellschaft: Johanna2: „Und dass sich immer mehr das Privatleben und das Arbeitsleben vermischt und man zum totalen Workaholic wird.“ Timo: „Größer wird diese Belastung, gleichzeitig immer mehr Dinge am selben Ort tun zu müssen.“ Aus der Freiheit und der Möglichkeit, sich während der Autofahrt anderweitig zu beschäf- tigen, würde damit ein Druck, solch eine Beschäftigung in den Dienst der Effizienz zu stellen. Demgegenüber wurde die Aufgabe, sich konzentrieren zu müssen, beim konven- tionellen Autofahren als etwas Positives dargestellt: Johanna: „Das ist ja eigentlich auch was Schönes beim Autofahren, dass man sich auf diese Sache jetzt konzentrieren muss und auch was mit den Händen macht und eben nicht schon die E-Mails von der Arbeit checkt. Das fängt erst an, wenn man im Büro sitzt.“ „Diese Abhängigkeit von der Technik“ Eine weitere Konsequenz, die mit dem autonomen Fahren in Zusammenhang gebracht wird, ist eine künftige Technikabhängigkeit, die in der Folge auch mit einem stärkeren, als negativ empfundenen Kontrollverlust einhergehen könnte. Technikabhängigkeit und Kontrollverlust werden auch deshalb als problematisch empfunden, weil Skepsis gegen- über der Zuverlässigkeit der Technologie besteht, in deren Entscheidungen man dann aber nicht mehr eingreifen könnte: Nico: „Dass man in bestimmten Situationen einfach spontan entscheiden kann und es viel besser im Gefühl hat als vielleicht das Auto.“ Julian: „Und offenbar kann man da auch nicht sofort eingreifen, wenn ich erstmal 5, 4, 3, 2, 1…Piep hören muss.“ Hinter solchen Sorgen steht offenbar eine grundlegende Skepsis gegenüber Technologie, umso mehr, als sie, wie im Falle des autonomen Fahrens, stark in die individuelle Sicherheit eingreift: Julian: „Ich vertraue noch nicht einmal meinem Wasserkocher blind, warum sollte ich dann meinem Auto mit meinem Leben blind vertrauen? Das fände ich irgendwie unglaublich befremdlich.“ 2 Die Namen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer wurden geändert, um deren Anonymität zu gewährleisten.
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Autonomes Fahren Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Gefördert durch die Daimler und Benz Stiftung
Titel
Autonomes Fahren
Untertitel
Technische, rechtliche und gesellschaftliche Aspekte
Autoren
Markus Maurer
Christian Gerdes
Barbara Lenz
Hermann Winner
Verlag
Springer Open
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
78-3-662-45854-9
Abmessungen
16.8 x 24.0 cm
Seiten
756
Kategorie
Technik
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