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Im städtischen Bad vor 500 Jahren - Badhaus, Bader und Badegäste im alten Tirol
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159 Anmerkungen 327 StAR BM 1541, 7’. Das Umhüllen mit Filz diente dem Frostschutz. Vgl. BM 1523, 11’ : Die Brunnen- säulen in der Stadt wurden vor der »gefrüer« (Frost) mit Mist »vermacht« (umgeben). Weil der Ausbau der Röhren im Bad Wassermangel verursachte, wurden zeitweise zwei Wasserträger beschäftigt (StAR BM 1541, 8’). 328 StAR RS 4, 63. 329 Nach den Baumeisterrechnungen dieser und späterer Zeit gab es damals drei städtische Laufbrunnen, den alten Stadtbrunnen am Markt, einen zweiten vor dem Haus des Vikars (Pfarrhof), einen dritten vor Geislers Haus. Ein weiterer Laufbrunnen stand im Hof des Klosters (Büchner, Einzug, 102). Hinzu kam noch der Ziehbrunnen beim Härrer. 330 StAR BM 1547, 7’, 9’ 13, 14’, 28’. Demnach befand sich wohl auch das Brunnenbecken bei der Scher- bank, also hinten  – vom Ofen aus gesehen  – bei der Eingangstür. 331 StAR 1547, 23’ u. BM 1572, 12’. Sie wurden mit »Mieß« (Moos) abgedichtet (StAR BM 1579, 40). 332 StAR RS 7, 152. 333 Caspar Geisler, genannt Inzinger, war Wirt, Ratsherr und Bürgermeister (1536) von Rattenberg. Nach seinem Tod (1544) folgten ihm als Wirt seine Söhne Hans († 1549) und Sebastian nach (lt. Dokumen- ten im Stadtarchiv). 334 StAR BM 1568, 12’ ; BM 1572, 7’, 12 ; 13’, : Holz für das Brunnenbecken ; 15’–16 : Besichtigung des Brunnens im Bad. 335 StAR BM 1579, 7’, 17, 19’, 22. 336 Möglicherweise ist es der alte oder ein neuer Härrerbrunnen, von dem die Brunnensäule im Männerbad gespeist wurde, vgl. StAR BM 1579, 8’ : die Brunnensäule im Bad »bey dem obern Härrerprunnen« gesetzt. 337 Damit könnte allerdings auch die Trinkstube auf dem Rathaus gemeint sein. 338 StAR BM 1544, 14’. Er wollte zunächst »gwandthuterin« schreiben, verbesserte sich aber dann auf »Reiberin« und vergaß, das ganze Wort davor zu tilgen. Mit Stefflin ist die Frau des Stefan Reichl, eines Frätschlers (Lebensmittelhändlers), gemeint. Sie war vom Rat am 10. September 1544 zum nächsten Quatember als Badreiberin aufgenommen worden und hatte die alte Reiberin, Benediktin, genannt, ersetzt (StAR RS 4, 43’). Die Benediktin war die Frau Benedikt Oswalds, damals Wächter der Stadt (ebenda, 3). Da beide Frauen im Bad tätig waren, wird es sich um die Trinkstube des Bades, nicht um die auf dem Rathaus gehandelt haben. Um die Reinigung des Rathauses hätte sich die Frau des Stadt- schreibers kümmern müssen, die dafür vom Rat bezahlt wurde. 339 In allen Rechnungen ist dies der einzige Beleg für eine solche den Reiberinnen aufgetragene Arbeit. 340 Dabei scheuten sie sich nicht, Lasstafeln, die die richtige Zeit zum Aderlassen angaben, und einen Badschwamm auf Kosten der Stadt zu kaufen (StAR Raitbuch Rattenberg 1514–1529, 15 [1514], 63 [1516], 175 [1523]). 341 Zur ganzen Geschichte vgl. Büchner, Mord (2008–2009). 342 TLA Verfachbuch Rattenberg 50/5 (1552–1556) 154’. 343 Die im Streit erlittenen kleineren Kopfwunden ließ sich Erber im Bad verbinden (Büchner, 82). 344 In der Regel verweist »im Bad« auf das Erdgeschoss, »auf dem Bad« auf das Obergeschoss. 345 StAR BM 1538, 7. Hier steht versehentlich »im pad«. Es hätte »auf dem Bad« heißen müssen. 346 StAR BM 1568, 38. Auch der zu 1510 erwähnte Kachelofen (vgl. Anm. 239) dürfte sich auf die Trink- stube bezogen haben. Möglicherweise betrafen Hinweise, die lediglich allgemein von einer Reparatur oder Erneuerung eines Fensters, des Bodens, der Vertäfelung in der Stube sprachen, in dem einen oder anderen Fall auch den Gesellschaftsraum. 347 StAR BM 1547, 6. 348 StAR BM 1572, 11’. 3 Werkschuh = ca. 1 m, Leitkauf = Trunk bei Abschluss eines Vertrages, um ihm Rechtskraft zu verleihen, oft nur noch eine Art Trinkgeld.
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Im städtischen Bad vor 500 Jahren Badhaus, Bader und Badegäste im alten Tirol
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Im städtischen Bad vor 500 Jahren
Untertitel
Badhaus, Bader und Badegäste im alten Tirol
Autor
Robert Büchner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2014
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-79509-4
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
202
Kategorie
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