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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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153Die Bautätigkeit Herzog Leopolds VI. trennenden Scheidbogen als breite Bandrippen mit geringer Abfasung ausgebil- det. Die Diagonalrippen dagegen besitzen Kantenauskehlungen und gepflockte Endungen. Die Schlusssteine der Mittelschiffgewölbe sind reich skulptiert und zeigen sowohl vegetabilische Ranken mit tief herausgearbeitetem Relief als auch fantastische Tierdarstellungen. Am Obergaden des Mittelschiffs befinden sich Rundbogenfenster mit Trich- terlaibungen. Am Außenbau setzt sich in dieser Zone ein von Lisenen jochweise unterbrochener Rundbogenfries mit bekrönendem Zahnschnitt fort. Die nördli- che Seitenschiffmauer ist außen mit einem Rundbogenfries versehen , der reichen Kugelschmuck aufweist. Am südlichen Seitenschiff ist dagegen ein aus Spitzbo- gen gebildeter Fries ausgeführt. Sowohl an der Nordseite wie an der Südseite des Langhauses führt jeweils in der dritten Travée ein Portal ins Innere der Kirche ( Abb.  62 a und b , 135 ). Das Tor an der Nordseite ist in einen flachen Portalvorbau eingetieft und in drei Gewän- destufen abgetreppt. Links und rechts sind je vier im Stein- verband aufgemauerte schlanke Portalsäulen auf Postamen- ten ausgebildet , die sowohl die Kanten als auch die Kehlen der Gewändeabstufungen ausformen. Über den Knospenka- pitellen dieser Säulen verläuft ein breites Kämpfergesims , das einen Fries von skulptierten Blattknospen aufweist. Im Bo- genfeld sind die Profilformen der Portalpfosten , sowohl Keh- le und Wulst des äußersten Rahmens als auch die Rundstäbe über den Säulen , als Archivolten fortgesetzt494. Das Tympa- non des Portals ist schmucklos. Das gegenüberliegende Süd- portal ( Brauttor ) wurde etwas später errichtet. Da die Initiative zum Bau und die Finanzierung dieser großen Stadtpfarrkirche vom Landesfürsten ausgingen , ist es berechtigt , die Anlage , so wie die Klosterkirche Lilien- feld oder die Wiener Michaelerkirche , einer spezifisch ba­ benbergischen Baukunst zuzurechnen. In den Detailformen der Liebfrauenkirche in Wiener Neustadt finden sich enge Übereinstimmungen mit anderen Werken der babenbergi- schen Hofbaukunst : Symmetrisch verschlungene Drachen Abb.  61 : Bauaufnahme der Liebfrauenkirche in Wiener Neustadt von Richard Jordan ( 1886 )
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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