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Die Bautätigkeit des Bistums Passau in Österreich im 13. Jahrhundert 165
sind im Steinverband gearbeitet , am linken Gewände wurde eine unregelmäßige
Spiralkannelierung nachträglich angebracht. Die mit einem schmalen Randprofil
versehene Schräglaibung der äußersten Gewändestufe findet sich ebenso an jenem
Fenster im Westbau der Stiftskirche Kremsmünster , das 1207 im Zuge einer Res-
taurierung geschaffen wurde.
Schöngrabern
Neuere Untersuchungen zeigten , dass auch die Filialkirche von Schöngrabern im
nördlichen Niederösterreich – auf dem Gebiet der Passauer Urpfarre St. Agatha zu
Hausleiten im sogenannten Passauer Luz gelegen – eine Bauführung des Passauer
Bischofs gewesen ist529. In Kremsmünster erfolgten 1220 die Fertigstellung und
Einweihung der Marienkapelle530. Auch in St. Pölten531 und in Tulln532 fanden
die Umbauarbeiten ihre Fortsetzung.
Vergleicht man die Zeugnisse dieser bischöflichen Bautätigkeit in Passau ,
Wels , Schöngrabern , St. Pölten und Tulln , so zeigen sich vielfältige formale und
stilistische Übereinstimmungen.
Die Portalform der Marienkirche im Kloster Niedernburg in Passau erscheint
für die Erbauungszeit verhältnismäßig altertümlich : Das breit gelagerte Rundbo-
Abb.
70 a und b : Westportal der Stadtpfarrkirche in Wels , Ansicht und Plandarstellung
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
- Titel
- Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
- Autor
- Mario Schwarz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-78866-9
- Abmessungen
- 17.0 x 24.0 cm
- Seiten
- 498
- Schlagwörter
- Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Kunst und Kultur