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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Seite - 178 -
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Die Bautätigkeit Herzog Leopolds VI. 178 Doms rekurriert wohl auch die Anlage des Querschiffs , welches nach Norden und Sü- den nicht aus der Flucht der Umfassungs- mauern des Langhauses vorspringt. Die Brei- te des Querhauses wurde auch durch die Einbeziehung und Wiederverwendung von Mauern der frühromanischen Chorseiten- türme vorbestimmt601. An der Innenseite der südlichen Querhausmauer ist im Be- reich eines barocken Oratoriums das Seg- ment eines großen Rundfensters erhalten. Der äußere Rand besteht aus einer Abfol- ge von Wulsten und Kehlen , zur Mitte hin folgt auf einen Zahnschnitt ein Rundbo- genfries602. Der Rest eines analogen Rund- fensters mit glatter Einfassung wurde an der nördlichen Querhausmauer freigelegt603. Ganz ähnliche Fensterrosen befinden sich an den Stirnseiten des Querhauses am Bam- berger Dom. Am Außenbau erscheint die Hauptchorapsis von Kremsmünster als fünfflächig gebrochenes Polygon , so wie die beiden Chorapsiden in Bamberg. Die Rundbogenfenster der Apsis wirken mit ihren Schräglaibungen und eingelegten Rundstäben altertümlicher als die Spitzbogenfenster am Westchor in Bamberg oder an der Chorapsis in St. Pölten. Gerade die Austauschbarkeit von spätromani- schen und frühgotischen Motiven , wie Rundbogen , Spitzbogen und Kleeblattbo- gen , waren aber für die staufische Baukunst des Bamberger Dombaus besonders kennzeichnend. Auch aus historischer Sicht bestanden zwischen Kremsmünster und Bamberg wichtige Verbindungen. Bischof Ekbert von Bamberg , der jahrzehntelang den Wie- deraufbau des Bamberger Doms bis zu dessen Schlussweihe im Jahre 1237 leite- te , war ein Blutsverwandter von Abt Heinrich und dessen Bruder , dem bis 1232 amtierenden Bischof Gebhard von Passau. Bischof Ekbert war aber auch ein ein- flussreicher Gefolgsmann des Kaisers. Während der Bauarbeiten am Chor von Kremsmünster gewährte Kaiser Friedrich II. , der 1235 in Wels zwei diesbezügli- Abb.  84 : Chorapsis der Stiftskirche in Kremsmünster
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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