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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Klosterbauten der Ministerialen 191 Zisterze innerhalb des Ordens bald großes Ansehen verschaffte. Bereits der Grün- dungsabt Friedrich war als Bischof nach Ungarn berufen worden644. Mehrere Äb- te , wie Reinboto ( reg. 1200–1206 ) , Rudger ( reg. 1207–1232 ) und Burkhard ( reg. 1232–1237 ) legten aus Demut ihr Amt vorzeitig nieder645 ; Pilgrim ( reg. 1237 bis 1242 ) , Bertholdus ( reg. 1245–1250 ) und Heinrich I. ( reg. 1250–1252 ) wurden sogar als Äbte in das Mutterkloster Heiligenkreuz postuliert646. Neben dieser beispiel- haften Führung des Klosters lag ein Schwerpunkt in der Tätigkeit seines Skrip­ toriums. Mindestens zwölf Codices dieser Produktion aus dem 12. und 13. Jahr- hundert sind erhalten geblieben647 , viele weitere dürften bei der Aufhebung des Klosters im Jahre 1784 verloren gegangen sein648. Über die Bautätigkeit an der Klosterkirche berichten lediglich zwei Weihe- nachrichten , von denen die Hochaltarweihe des Jahres 1243 durch Bischof Rüdi- ger von Passau nur eine Teilkonsekration und erst die mit einem Ablass von Papst Innozenz IV. verbundene Einweihung am 12. Februar 1259 die Schlussweihe nach Fertigstellung des Baus darstellte649. Nicht überliefert sind der Zeitpunkt des Bau- beginns oder Angaben über einzelne Bauetappen. An der bestehenden Kirche ist die mittelalterliche Bausubstanz von Langhaus und Querhaus noch weitgehend erhalten , obwohl im Inneren durch barocken Stuck verdeckt. Das Langhaus , eine siebenjochige dreischiffige Basilika , ist nach dem Prinzip durchlaufender Travées kreuzrippengewölbt : An je ein breitrechteckiges Mittelschiffjoch grenzen beider- seits längsrechteckige Seitenschiffjoche ( Abb.  94 ). Die Arkaden der Pfeilerbasilika sind rundbogig , so wie die jochtrennenden Scheidbogen im Mittelschiff. Spitz- bogig konturiert sind die Schildbogen und der Aufrissschnitt der Gewölbe des Mittelschiffs quer zur Längsachse sowie die Gewölbe der Seitenschiffe. Die Vie- rung hat querrechteckigen Grundriss , links und rechts schließt je ein zweijochig gewölbter Querschiffarm an. Im Gegensatz zur alten Bautradition der Ostaus­ richtung von Kirchen zeigt die Längsachse in Baumgartenberg mit dem Chor nach Norden , das dem Chor gegenüberliegen- de Hauptportal befindet sich an der Südseite. Abb.  94 : Grundriss der Stiftskirche Baumgartenberg mit Hervor hebung der Bauteile des 12. / 13. Jahr hun derts
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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