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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Pfarr­ und Filialkirchen der Ministerialen 201 Langhauses ruhen auf fünf Rundbogenarkaden , deren Pfei- ler in Quaderwerk mit profililierten Basen und Kapitellen ausgeführt sind. Einzelne der Pfeilerkapitelle sind als Falt- kapitelle mit bekrönendem Schlingenband gestaltet , ande- re als stark verflächigte Knospenkapitelle. Kreuzgratgewöl- be tragen eine Westempore , die die Breite aller drei Schiffe des Langhauses einnimmt. Die Joche dieser Gewölbe sind durch breite Gurtbogen voneinander getrennt und ruhen wandseitig auf Bogenunterzügen. Im Süden schließt an die Basilika eine über die Länge der beiden östlichsten Lang- hausarkaden reichende saalförmige Kapelle an , die ein ei- genes , heute vermauertes Westportal besaß. Ursprüngliche Portale in das Langhaus sind an der Nordseite auf Höhe der zweiten Mittelschiffarkade und an der Südmauer auf Höhe der dritten Arkade ( Abb.  102 ) erhalten. Es handelt sich um kapitell­ und kämpferlose Rundbogenportale mit abgestuften Trichtergewänden , deren Kanten in Abfolgen von Rundstä- ben und Kehlen aufgelöst sind. Das Nordportal besitzt drei Gewändestufen , das Südportal zwei. In der Sockelzone sind die Profile in charakteristischen Eckspor- nen ( Hornabläufen ) zusammengefasst. Einfacher gegliedert erscheint das heute als Blendbogen sichtbare Gewände des ehemaligen Kapellenportals. Die Tympana über den rechteckigen Toröffnungen sind am Nordportal und am Kapellenportal mit einfachen griechischen Kreuzen reliefiert , am Tympanon des Kapellenportals sind noch zusätzlich stilisierte Kreisblumen eingetieft. Die in Quaderwerk aufge- führten Langhausmauern tragen als obersten Abschluss einen differenziert profi- lierten Rundbogenfries , bekrönt von einem Zahnschnitt und einem Abschlussge- sims. Die Innenseiten der ursprünglichen Rundbogenfenster mit Schräglaibung am Obergaden sind am Dachboden des Mittelschiffs über den um 1350 nachträg- lich eingezogenen Gewölben noch erhalten , von außen aber durch die Pultdächer der Seitenschiffe verdeckt. Zwei ursprüngliche Rundbogenfenster bestehen noch in der Außenmauer der Südkapelle. An dem urkundlich 1213 datierten Bau sind interessante stilistische Zusam- menhänge mit Werken der Baukunst des 12. und 13. Jahrhunderts in Österreich und den Nachbarländern Bayern und Ungarn festzustellen. Im Anlagetypus der flach gedeckten , dreischiffigen romanischen Pfeilerbasilika mit Westempore in Langhausbreite so wie auch in der Anwendung von Faltkapitellen stellten Ri- Abb.  102 : Südportal der Pfarr kirche in Bad Deutsch Altenburg
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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