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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bautätigkeit Herzog Leopolds VI. 202 chard Kurt Donin690 und Thomas von Bogyay691 Zusammenhänge mit der Klosterkirche St. Jakob in Regensburg fest : Die Kapitelle der Langhaus- pfeiler in Bad Deutsch Altenburg erscheinen wie vergröberte Wiederholungen von Kapitellen im Kreuzgang des Klosters St. Jakob in Regensburg. In der nachweisbaren Anwendung eines Quadrat- netzschemas zur Absteckung des Grundrisses und zur Ausmittlung der Pfeilerabstände692 sind Über- einstimmungen mit spätromanischen Basiliken in Ungarn , wie in Garamszentbenedek , in Karponak und der ersten Bauphase der Klosterkirche Ják693 zu erkennen. Die Nordwand des Langhauses der Kirche von Ják , die dem ersten Bauabschnitt an- gehört , zeigt in Gliederung und Details enge Übereinstimmungen mit der Pfarr- kirche Bad Deutsch Altenburg. Die aus Bayern stammende Gestaltung des Ost- abschlusses der Basiliken mit drei Halbkreisapsiden wird auch für Bad Deutsch Altenburg als ursprüngliche Form angenommen. Die Südkapelle , die wohl als Familiengrablege der Stifterfamilie diente und die Gestalt eines verkürzten zu- sätzlichen Seitenschiffs aufweist , konnte von Renate Wagner-Rieger als Spezifi- kum in der spätromanischen und frühgotischen Baukunst in Niederösterreich nachgewiesen werden694. Wahrscheinlich hatte auch diese Kapelle ursprünglich eine Halbkreisapsis als Ostabschluss. Wie stark die in Bad Deutsch Altenburg tätigen Baukünstler an altgewohnten Formendetails festhielten , zeigt die Profilierung der Rundbogenfriese. Sie gleicht weitgehend dem Rundbogenfries an der Südseite des Mittelschiffs der Klosterkir- che von Heiligenkreuz , der mehr als ein halbes Jahrhundert früher entstanden ist. Die Pfarrkirche von Bad Deutsch Altenburg besitzt engste stilistische Überein- stimmungen mit einigen kleineren Sakralbauten der Umgebung. Rundbogenfriese der gleichen Profilform erscheinen an der Filialkirche in Wildungsmauer und an der Pfarrkirche St. Petronilla in Petronell sowie an der Südkapelle der Pfarrkirche in Himberg. So wie die Ritter von Doerr waren auch die Erbauer der Kirchen von Petronell und Himberg Ministerialen des Herzogs von Österreich. In Himberg stiftete Marquard II. von Hindberg , der vor 1215 häufig im Gefolge von Herzog Leopold VI. genannt wird , eine Gruftkapelle für seine Familie südlich der Pfarr- kirche , deren Patronat er innehatte ( Abb.  103 )695. Auftraggeber eines Umbaus der Abb.  103 : Südapsis der Pfarrkirche in Himberg. Ansicht von Osten
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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