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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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209Kaiser Friedrich II. in Wien KAISER FRIEDRICH II. IN WIEN Wien – St. Stephan , Riesentor und normannischer Dekorationsstil Über die historischen Hintergründe des bedeutendsten Sakralbauprojekts des 13. Jahrhunderts in Österreich , des Umbaus der Wiener Stephanskirche , besitzen wir keine urkundlichen Nachrichten. Dennoch erscheint es sowohl aus der Stil- analyse der Bauelemente und Details und aus der Untersuchung und Interpretati- on ihrer Bedeutung als auch aus einer sorgfältigen Abwägung der historisch-politi- schen Ereignisse der Wiener Stadtgeschichte möglich , das Bauereignis weitgehend sicher zu datieren und in einen logischen historischen Konnex zu bringen. Der spätromanisch-frühgotische Umbau der Wiener Pfarrkirche St. Stephan wurde an der Westseite begonnen , indem man die bereits bestehenden Westtür- me – zunächst noch unter Beibehaltung ihrer Querschnitte – um zwei Geschosse erhöhte und mit westseitigen Dreiecksgiebeln versah. Oberhalb der Dreiecksgie- bel ab dem vierten Turmgeschoss wechselte man die Turmgrundrisse zur Achteck- form und errichtete eine Folge von vier weiteren Geschossen , über denen Turm- bekrönungen in Form von Pyramidenhelmen gebildet wurden. Die Kanten der achteckigen Turmkörper wurden mit Lisenen verstärkt. Die Fenstergeschosse sind durch Gesimse mit Rundbogen- und Zahnschnittfriesen getrennt. Die Spitzbo- genfenster der Türme besitzen Trichterlaibungen und sind mit rundbogigen Un- terteilungen mit eingestellten Säulchen zu Biforienfenstern gestaltet. Die Pyrami- denhelme der Türme sind allseitig mit flankierenden Wimpergen versehen , deren Stirnflächen jeweils mit aufsteigenden Rundbogenfriesen gerahmt wurden. An der Mitte der Westfassade wurde über Fundamenten aus dem 12. Jahrhundert ein Vorbau errichtet , in dessen Wangenmauern links und rechts je eine Wendeltreppe zur Westempore führt. Der Vorbau besitzt nach außen eine große Spitzbogen- öffnung , die in eine weitgehend glatte Wandfläche eingeschnitten ist. Die vorne durch den Spitzbogen eingeschnürte Vorhalle besteht aus einem gerade nach Os- ten führenden Bereich und dem daran anschließenden breiten Portaltrichter des Riesentors. Das Trichtergewände des Portals ist sechsfach abgestuft. Die Toranla- ge besitzt einen einheitlich durchlaufenden Profilsockel , der sowohl den vorderen Teil der Vorhalle als auch den Bereich des Stufengewändes umfasst. In die Ecken der links und rechts je sechs Pfostenstufen sind en délit gearbeitete Gewändesäulen eingestellt , während die Basen und Kapitelle in den Steinverband des Gewändes eingebunden sind. Über den Kapitelldeckplatten verläuft ein reliefierter Kämp- ferfries , der sich von den Flanken der Vorhalle bis zur innersten Gewändesäule
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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