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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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227Kaiser Friedrich II. in Wien Zierformen auf das normannische Stilrepertoire wurde der kaiserliche Repräsenta- tionsanspruch ausdrücklich auf Friedrich II. und seinen in Wien zum deutschen König gewählten Sohn Konrad IV. konzentriert , die allein gleichzeitig die Macht in Deutschland und Sizilien innehatten. Damit konnte die ikonologische Aussage des Domneubaus einen Gegenwartsbezug annehmen und … zu einem herrschafts­ legitimierenden Symbol werden784. Während seines Aufenthaltes in Wien konnte der Kaiser auf künstlerische Ressourcen reichen Umfangs zugreifen. Durch die Anwesenheit des böhmischen Königs Wenzel I. ließ er sich offensichtlich Bauleute vom soeben in Errichtung befindlichen und vom přemyslidischen Herrscherhaus geförderten Kloster Třebič vermitteln , welche auf die Herstellung repräsentativer Portale und auf den Einsatz bestimmter normannischer Schmuckformen spezialisiert waren. Diese wurden durch Künstler ergänzt , die für den Kaiser bereits in seiner Pfalz St. Emmeram in Regensburg gearbeitet hatten und über Fertigkeiten in raffiniertester norman­ nischer Bauplastik verfügten. Von großer Wichtigkeit war gewiss die Mitwirkung von Bischof Ekbert , dessen jahrzehntelange Erfahrungen beim Bau des Bamber- ger Doms nun zum Tragen kamen und der wahrscheinlich Baukünstler von seiner Dombaustelle nach Wien kommen ließ. Möglicherweise vermittelte Ekbert auch die Hinzuziehung weiterer Spezialisten für normannische Zierformen , die zu die- ser Zeit in Westungarn ( Lébény , Ják ) tätig waren. Jenen Meister , der das ikono- grafisch so wichtige Tympanon des Riesentors schuf , ließ der Kaiser wohl direkt aus Oberitalien holen , wo er sich unmittelbar vorher längere Zeit in politischen Angelegenheiten aufgehalten hatte.
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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