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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bautätigkeit unter Herzog Friedrich II. dem Streitbaren246 Kloster gar nicht so weit nach Süden gereicht hatte. Die Joche der Fraterie werden von breiten gotischen Gurtbo- gen voneinander getrennt , zwischen denen Kreuzgrat- gewölbe eingespannt sind. Die Gewölbe besitzen hori- zontale Scheitellinien und ruhen auf Rundpfeilern mit abgetreppten zylindrischen Postamenten. Ursprünglich hatte die Fraterie Doppelfenster mit geradem Sturz ; ein solches Fenster konnte 1949 freige- legt werden. Der Zugang zur Fraterie erfolgte ursprüng- lich vom Ostdurchgang her , der in nachmittelalterlicher Zeit in die Halle einbezogen wurde , aber auch vom Süddurchgang neben dem Calefactorium in der Südost- ecke des Kreuzgangs. In einer auffallenden bedeutungs- mäßigen Abstufung ist der Mönchssaal der Fraterie , der in mittelalterlichen Quellen auch als Auditorium be- zeichnet wird , mit seinen Kreuzgratgewölben beschei- dener ausgestaltet als Kapitelsaal und Kreuzgang mit profilierten Rippengewölben. In der ganzen Länge des Osttrakts verläuft im Ober- geschoss das Dormitorium , der Schlafsaal der Mön- che – so wie Kapitelsaal und Fraterie als dreischiffige Halle gestaltet und in elf Jochen mit Kreuzrippenge- wölben überdeckt ( Abb.  120 )838. Die gewölbetragenden Pfeiler sind achteckig , jedoch schlanker als die des Kapi- telsaals , die Gewölberippen sind als gekehlte Bandpro- file ausgebildet. Die Pfeiler der acht nördlichen Joche sind gedrungener proportioniert , sie besitzen gepflockte Anwölblinge nach dem Tas-de-Charge-Prinzip und dif- ferenziert profilierte Kämpferplatten. Wandseitig ru- hen die Gewölberippen auf Konsolen mit polygonalen Deckplatten. Die drei südlichen Joche weisen höhere , schlankere Achteckpfeiler auf , die Gewölberippen lau- fen ohne Pflockung unmittelbar auf den einfacher ge- stalteten Kämpferplatten an. Ursprünglich verlief vom nordöstlichsten Joch des Dormitoriums die für Zister- zienserklöster charakteristische Mönchsstiege zur Klos- Abb.  120 : Dormitorium im Stift Heiligenkreuz , Innenansicht Abb.  121 : Grundriss des Kreuzgangs im Zisterzienserstift Heiligenkreuz mit Her- vorhebung der 1240 geweihten Bauteile
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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