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Die Bautätigkeit unter Herzog Friedrich II. dem
Streitbaren256
Durch persönliche Stiftungen Friedrichs des Streitbaren konnte die letzte
Bauetappe der Zisterze Wilhering , die vor allem den Ausbau des Klosters betraf ,
durchgeführt und vollendet werden. Der Landesfürst zeichnete das Kloster durch
die Schenkung einer Kreuzpartikel aus dem Reliquienschatz seines Vaters für den
Hochaltar der Kirche aus und stiftete 100 Pfund Geldes auf den Altar der heiligen
Maria zu Wilhering863 , was nach einer alten Traditionsnotiz als beraitgeld zu dem
pau des closters864 verwendet wurde. An den Resten der Portalgruppe vom Kreuz-
gang in den ehemaligen Kapitelsaal , die in den Jahren zwischen 1938 und 1954 frei-
gelegt wurden865 , sind die unter Herzog Friedrich dem Streitbaren erfolgten Res-
taurierungsarbeiten klar ablesbar866 : Die noch unter Abt Konrad ( reg. 1214–1234 )
entstandenen rundbogigen Fensteröffnungen auf Säulenbündeln wurden mit abge-
stuften Spitzbogenarchivolten überfangen. Noch reicher ausgestaltet wurde das da-
zwischenliegende Portal ( Abb.
131 a und b ). Es erhielt zum Kreuzgang hin ein abge-
trepptes Gewände mit eingestellten Portalsäulen und Spitzbogenarchivolten. Diese
sind stufenweise aufgesteilt und passen sich in ihrer äußersten Kontur dem Verlauf
Abb.
131 a und b : Portal vom Kreuzgang in den Kapitelsaal im ehem. Zisterzienserstift in Wilhering ,
Ansicht und Plandarstellung
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
- Titel
- Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
- Autor
- Mario Schwarz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-78866-9
- Abmessungen
- 17.0 x 24.0 cm
- Seiten
- 498
- Schlagwörter
- Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Kunst und Kultur