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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Starhemberg als Residenzburg Herzog Friedrichs II. des Streitbaren 271 zienserkloster in Südböhmen , das zunächst den Namen Heiligenkron oder Heilig Dornenkron erhalten sollte und bald darauf Goldenkron ( Zlatá Koruna ) benannt wurde899. Johannes von Viktring überliefert , dass auch Ottokar II. von König Ludwig IX. von Frankreich eine Partikel der Dornenkrone erhalten habe , die dieser dem neu gegründeten Kloster schenkte900. Noch vor dem Bau der Kloster- kirche von Goldenkron wurde im Nordbereich der Zisterze eine doppelgeschos- sige Kapelle errichtet901 , die offenbar für die Aufbewahrung der Dornenkronen- Reliquie bestimmt war. Die Burg Starhemberg errang in kurzer Zeit überregionale Berühmtheit. In der Ebstorfer Weltkarte , die als größte Radkarte des Mittelalters gilt902 , sind von den 23 profanen Ortsnamensangaben im Reich drei Orte in Österreich eingezeich- net : Neben Wena ( für Wien ) und Crenes ( für Krems ) erscheint Starkenberch urbs , dargestellt in der Signatur einer Festung mit zwei zinnenbekrönten Mauern , Tor- bau und Turm. Während Wien in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts zu den bedeutendsten und größten Städten des Reiches gehörte und auch Krems an der Donau als wichtigster Handelsplatz und als bedeutende Münzstätte im Herzog- tum Österreich galt903 , überrascht die Wahl von Starhemberg durch den Karto- grafen. Gerade durch das Weglassen anderer bedeutender Orte wie Baden , Eggen- burg , Enns , Fischau , Hainburg , Horn , St. Pölten , Tulln oder Wiener Neustadt erscheint die Bedeutung von Starhemberg enorm hervorgehoben und gesteigert. Armin Wolf war aufgrund umfangreicher historisch-politischer und genealogi- scher Forschungen zu einer Datierung der Ebstorfer Weltkarte um das Jahr 1239 gelangt und hat als Autor Gervasius von Tilbury namhaft gemacht904. Dieser war als einstiger Notar des Welfenkaisers Otto IV. ein politischer Gegner der Staufer und unterstützte ab 1235 den Führer der Welfenpartei Herzog Otto von Braun- schweig. Für Gervasius musste um 1239 / 1240 gerade die Kunde vom erfolgreichen Widerstand des Babenbergers Friedrich des Streitbaren gegen den Stauferkaiser eine wichtige und willkommene Nachricht gewesen sein. Wie Alberic de Trois Fontaines überliefert , hegte Herzog Otto von Braunschweig seit der endgültigen Exkommunikation Kaiser Friedrichs II. durch Papst Gregor IX. die Hoffnung auf eine Absetzung des Kaisers und eine Neuwahl des deutschen Königs , für die sich der Welfenherzog gute Erfolgschancen ausrechnete905.
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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