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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Seite - 278 -
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Die Bautätigkeit unter Herzog Friedrich II. dem Streitbaren278 turm bis zur Wehrplattform in ursprünglichem Zustand erhalten ist , lassen Mauerwerksuntersu- chungen am Westturm erkennen , dass der Bau- vorgang unvermittelt abgebrochen worden ist930 , wodurch die Burganlage , ähnlich wie das Wie- nertor in Hainburg und das Kastell in Bruck an der Leitha , zunächst unvollendet blieb. Einen weiteren Stützpunkt in der Kette der Grenzfestungen gegen Ungarn bildete die Stadt- burg von Ebenfurth. Diese über unregelmäßig viereckigem Grundriss planmäßig angelegte Sied- lung wird urkundlich 1244 erstmals als civitas genannt. Nach Südwesten vorgeschoben liegt die Wasserburg , eine Anlage von weitgehend regel- mäßiger Kastellform ( Abb.  145 ) : Erhalten sind un- ter teilweiser Überbauung aus dem 16. bis 18. Jahr- hundert die vier in die Randhausbebauung um einen Rechteckhof eingebundenen Ecktürme , die nach allen Seiten vorspringen , sowie die Kurtinen an der Nord- west- und Südwestseite. Alle vier Türme besitzen quadratischen Grundriss , der Nordwestturm ist etwas größer dimensioniert , er springt flankierfähig über die an- schließenden Kurtinen vor. Adalbert Klaar datierte die von ihm als mittelalterliche Kastellburg identifizierte Anlage um die Mitte des 13. Jahrhunderts931. Die Ausbil- dung des viertürmigen Kastells mit einem verstärkten Turm stellt eine auffallende Übereinstimmung mit der Wiener Hofburg dar. Der Hauptturm war vollständig mit Buckelquadern verkleidet , wovon im Erdgeschoss und im Dachbodenbereich noch große Flächen , teilweise mit Steinmetzzeichen versehen , erhalten sind932. Auch der Neubau der Stadtburg von Wiener Neustadt ( Abb.  146 ) in der Süd- ostecke der befestigten , planmäßig angelegten Siedlung scheint auf das Konzept Kaiser Friedrichs II. zurückzugehen. Obwohl dieser Bau erst nach 1240 begonnen worden sein kann , da Wiener Neustadt dem Gegner des Kaisers , Herzog Friedrich dem Streitbaren , bis dahin als Stützpunkt gedient hatte , muss der Bau noch vor 1253 erfolgt zu sein , da sich König Ottokar II. Přemysl in einem Vertrag mit Un- garn verpflichten musste , die damals schon bestehenden Türme dieser Burg wie- der abzubrechen933. Die Anlage entsprach ganz klar dem staufischen viertürmigen Kastelltyp , sie umschloss einen rechteckigen Hof und besaß vier Ecktürme mit quadratischem Grundriss. Im Zuge einer Baualtersuntersuchung der bestehenden Abb.  145 : Grundriss der Kastellburg Ebenfurth mit Hervorhebung der Bauteile des 13. Jahrhunderts
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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