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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bautätigkeit unter Herzog Friedrich II. dem Streitbaren300 Sohnes für sich selbst ab und vollzog 1229 nach seiner Ankunft mit dem deut- schen Kreuzfahrerheer im Heiligen Land in der Grabeskirche von Jerusalem seine Selbstkrönung. Obwohl der Kaiser in dieser Zeit mit dem Papst im Streit lag und von dessen Bannspruch betroffen war , gelang es Hermann von Salza durch diplo- matisches Geschick sowohl dem Kaiser Loyalität zu bewahren als auch dem Papst die Treue zu halten1005. So erhielt der Orden von beiden Seiten reiche Privilegien : Papst Honorius stellte während seiner Amtszeit ( 1216–1227 ) nicht weniger als 113 Urkunden für den Deutschen Orden aus1006. Friedrich II. erließ dem Orden im Königreich Jerusalem sämtliche Abgaben , außerdem gab er ihm das 1187 verloren gegangene Hospital St. Mariens in Jerusalem wieder zurück. 1220 hatte der Orden in Palästina bereits die Burg Montfort erwerben können , die nun anstelle von Akkon zum Hauptsitz erhoben wurde1007. Eine Schenkung Ottos von Bebenlau- ben brachte den Orden in den Besitz der Herrschaft Edessa , 1229 wurde auch die Herrschaft Toron erworben. Da die Tempelritter Kaiser Friedrich II. bei dessen Kreuzzugsunternehmen behindert und bekämpft hatten , enteignete dieser die Be- sitzungen des Templerordens im Königreich Sizilien und übergab sie stattdessen dem Deutschen Orden. Inzwischen stand der Deutsche Orden im Rahmen der Reconquista Andalu- siens auch in Spanien im Einsatz. Durch die Heirat der Beatrix von Hohenstau- fen , einer Tochter Philipps von Schwaben und Cousine Friedrichs II. , mit König Ferdinand III. war der Kastilische Hof mit den Staufern in verwandtschaftliche Verbindung getreten. 1222 erhielt der Deutsche Orden durch Vermittlung Her- manns von Salza eine große Landverleihung durch den König von Kastilien und errichtete die Burgen La Mota , Tiedra und Higarés bei Toledo. Der Orden war in der Folge 1236 bei der Eroberung der Stadt Córdoba wesentlich beteiligt , wo er danach einen Teil der Stadtmauer zur Verteidigung übertragen erhielt , ebenso im Jahre 1248 bei der Inbesitznahme von Sevilla , wo er ein ganzes Stadtviertel übernahm1008. Sowohl von hoher religiöser als auch von großer politischer Bedeutung war das Wirken des Deutschen Ordens in den Reichsländern nördlich der Alpen. Nach dem Tode Elisabeths von Thüringen ( gest. 1231 ) , die 1235 heiliggesprochen wurde , übernahm der Orden das von ihr gegründete Hospital in Marburg an der Lahn. 1236 erfolgte die feierliche Translation der Reliquien der hl. Elisabeth in die neu errichtete Elisabethkirche zu Marburg , wobei Kaiser Friedrich II. persönlich an- wesend war. Dabei krönte der Kaiser das Reliquiar der Heiligen , die zur Schutz- patronin des Deutschen Ordens erhoben wurde , mit seiner eigenen Krone1009.
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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