Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Historische Aufzeichnungen
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Seite - 304 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 304 - in Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich

Bild der Seite - 304 -

Bild der Seite - 304 - in Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich

Text der Seite - 304 -

Die Bautätigkeit unter Ottokar II. Přemysl304 Das Machtgebiet Ottokars war zent- ralistisch organisiert. Der Herrscher betätigte sich selbst als Gründer von Städten und Klöstern , er trat als Bau- herr von Pfarrkirchen und Festungen auf , überließ aber die Ausführung sei- ner Pläne Amtsträgern und Vertrau- ensleuten. Besonders in jenen Zweigen der bildenden Kunst , die eine unmit- telbare königliche Förderung erfuh- ren , wie in der Goldschmiedekunst , der Buchmalerei , in der Münzprägung und Siegelschneidekunst herrschte höchs- ter Qualitätsanspruch einer auf größte Repräsentation bedachten Hofhaltung. Vielfach ist bezeugt , dass Ottokar II. Přemysl vor allem in den ersten Jahren sei- ner Herrschaft in Österreich ein Anknüpfen an die Babenbergerzeit demonstrierte , um seine zunächst noch umstrittene Machtposition zu legitimieren und Kontinui- tät zu beweisen. Dies konnte Ottokar besonders im Fortsetzen jener Bauvorhaben deutlich machen , die noch unter den Babenbergern begonnen , aber unvollendet hinterlassen worden waren. So veranlasste Ottokar die Fertigstellung des Langhau- ses der Klosterkirche Lilienfeld , die vom Babenbergerherzog Leopold VI. , dem Va- ter seiner Gattin Margarete und somit seinem verstorbenen Schwiegervater , gestif- tet und als dessen Grablege ausersehen worden war. Ottokars Zuwendungen für den Bau von Lilienfeld waren so beträchtlich , dass er in das Nekrologium des Klosters als Stifter aufgenommen wurde1022. 1263 erfolgte die Schlussweihe der Stiftskirche. Am Grundkonzept der Anlage erfolgten keine Änderungen. Die Entscheidung , die bis dahin noch unvollendeten sechs westlichen Joche des Langhauses im Unter- schied zu dem bereits bestehenden hallenförmigen Joch westlich des Querschiffs mit basilikalem Querschnitt zu erbauen , war zweifellos noch unter den Babenber- gern getroffen worden ( Abb.  29 , 30 ). Ein hochgelegenes ursprüngliches Rundbo- genfenster mit Schräggewände an der Westseite des östlichsten Langhausjochs , das über das anschließende niedrigere südliche Seitenschiffjoch hinweg ins Freie führt , liefert den Beweis , dass keine Weiterführung des Hallenquerschnitts im Bereich der übrigen Langhausjoche vorgesehen gewesen sein kann. Weitere Belege liefern die Abb.  160 : Mittelschiffgewölbe der Zisterzienser­ stiftskirche Lilienfeld
zurück zum  Buch Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich"
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich