Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Historische Aufzeichnungen
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Seite - 307 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 307 - in Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich

Bild der Seite - 307 -

Bild der Seite - 307 - in Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich

Text der Seite - 307 -

Das Erbe der Babenberger 307 Ein Bauvorhaben , an dessen Fertigstellung während der ganzen Regierungszeit Ottokars gearbeitet wurde , war die Liebfrauenkirche in Wiener Neustadt. Ihr Langhaus muss 1246 be- reits weitgehend fertiggestellt ; dies bezeugt wie- derum eine überlieferte Aufbahrung , nämlich jene des in der Schlacht an der Leitha gegen die Ungarn getöteten letzten Babenbergerherzogs Friedrich des Streitbaren1029. Unvollendet war noch die Westfassade mit dem Turmpaar. Un- ter Ottokar erfolgte die weitere Erhöhung der Türme im fünften Geschoss des Nordturmes und im darüberliegenden sechsten Geschoss an beiden Türmen. Weiters entstand ein Treppen- türmchen zum Emporenaufgang , das die Cha- rakteristika der přemyslidischen Bauschule in Böhmen aufweist , indem sich sein Maßwerk- fenster mit jenen der Burgkapelle Klingen- berg / Zvíkov vergleichen lässt ( Abb.  62 a und b , 61 )1030. Ein Ablassbrief von 1259 bezieht sich auf ein Baugeschehen an der Liebfrauenkirche1031 , die Schlussweihe wurde erst nach Ottokars Tod , 1279 , vom Salzburger Suffraganbischof Johannes von Chiemsee vollzogen1032. Ein besonderes Anliegen war für König Ottokar II. Přemysl das Kloster Heili- genkreuz. Schon im ersten Regierungsjahr 1251 erwies er den Zisterziensern dieses Stifts Vergünstigungen. Der Abt von Heiligenkreuz erwirkte 1251 beim Ordens- generalkapitel in Citeaux das Recht , ein immerwährendes Anniversarium Funda­ torum feiern zu dürfen1033. Nachdem das Kloster bei einem Brand 1252 Schaden erlitten hatte , ließ Ottokar die Westfassade restaurieren , wobei zwei Westportale neu gestaltet wurden ( Abb.  162 , 163 )1034. Nach seiner Eheschließung mit Margarete von Babenberg fühlte sich Ottokar dem Kloster Heiligenkreuz , das der Ururgroß- vater seiner Gemahlin gestiftet hatte und in dessen Kapitelsaal sich die Grablege ihrer Vorfahren befand , noch stärker verbunden. Wahrscheinlich waren Ottokar und seine Gemahlin Margarete Stifter des aufwendigen Liegefigurengrabes für Abb.  163 : Mittleres Westportal der Zisterzienserstifts­ kirche Heiligenkreuz
zurück zum  Buch Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich"
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich