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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bautätigkeit unter Ottokar II. Přemysl332 kanerkirche Friesach. Die Dimension des Langhauses bestimmte zugleich die Aus- dehnung des nördlich der Kirche zur Stadtmauer hin gelegenen Kreuzgangs , dessen mittelalterliche Kreuzgratgewölbe erhalten geblieben sind1112. Bruck an der Mur Der Bau der Minoritenkirche von Bruck an der Mur wurde aufgrund einer Stif- tung des Grafen Udalrich von Montfort 1272 begonnen1113. Wie in Leoben be- saß die Kirche ein saalförmiges , ursprünglich flach gedecktes Langhaus. Chor und Langhaus weisen Maßwerkfenster auf , die Richard Kurt Donin mit Formdetails des Prager Agnesklosters verglichen hat1114. Der zweijochige Langchor von Bruck mit Fünfachtelpolygon besitzt in den Grundrissproportionen Übereinstimmungen mit dem Chor der Iglauer Dominikanerkirche , jedoch sind in Bruck vierteilige , anstatt wie in Iglau sechsteilige , Gewölbe zur Ausführung gelangt. Am Langhaus und am Chor sind zweibahnige Maßwerkfenster aus der Erbauungszeit erhalten. Die Rippen der Chorgewölbe werden von Faltkapitellen getragen und besitzen skulptierte und polychromierte Schlusssteine. An den Fenstergewänden und als Dienste an den Chorwänden sind Rundstäbe ausgebildet1115. Die abgestuften , mit Rundstäben gegliederten Portale im Westen und Süden des Langhauses zeigen for- male Übereinstimmungen mit dem Westportal der Stiftskirche Lilienfeld1116 ( vor 1263 ) und den Portalen am Querhaus der Liebfrauenkirche Wiener Neustadt1117. Ptuj / Pettau Ein erst seit kurzer Zeit als solcher erkannter Mendikantenbau Ottokars II. ist die Minoritenkirche von Ptuj / Pettau in der ehemaligen Südsteiermark ( heute Slowenien ). Der heute als Rekonstruktion nach Zerstörungen des Zweiten Welt- kriegs wiedererstandene Chorbau entsprach dem Typus der Minoritenkirche von Bruck an der Mur mit zwei quadratischen , kreuzrippengewölbten Jochen und Fünfachtelpolygon. Die Maßwerke der Chorfenster hatten nahezu gleiche Form wie das Westfenster der 1265 vollendeten Dominikanerkirche in Krems : Im Cou- ronnement der zweibahnigen Fenster sind über paarweisen Dreipassbogen drei übereinandergestellte Dreipässe angeordnet. Die ursprünglich erhaltenen Portal- öffnungen vom Kreuzgang in den Kapitelsaal des Minoritenklosters Ptuj / Pettau besitzen in ihren Kantenauskehlungen mit Eckspornen einerseits Übereinstim- mungen mit dem Südportal der Dominikanerkirche Krems und erscheinen an- dererseits in ihrer Spitzbogenform mit den Erdgeschossarkaden der Kremser Gozzoburg1118 verwandt.
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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