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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bettelordensbaukunst unter Ottokar II. Přemysl 335 über einer Krypta erhob , hatte , wie historische Ansichten zeigen1131 , Maßwerk- fenster von gleicher Gestaltungsform wie das 1268 datierbare Fenster des Ungar­ tors in Marchegg. Ein Maßwerkfenster des Chors ist – teilweise vermauert – im Bereich des Turmes in situ erhalten geblieben1132. Von dem 1903 abgebrochenen Chor sind skulptierte Schlusssteine ( Abb.  192 a und b ) erhalten , deren vegetabi- lische und figürliche Reliefplastik mit böhmischen Werken aus der Zeit Ottokars II. , wie den Portalen der Zisterzienserkirche von Hradište nad Jizerou / München- grätz1133 und der Bauplastik der Prager Synagoge1134 , stilverwandt ist. Vom ottokarischen Bau sind nur die unteren Teile der südlichen Umfassungs- mauer sowie Teile der West- und der Ostmauer des Langhauses mit dem Tri- umphbogen erhalten. Das ursprünglich zweischiffige Langhaus der Wiener Mino- ritenkirche wurde in einem mehrstufigen Umbauvorgang im 14. Jahrhundert zu einer dreischiffigen Halle umgestaltet1135. Der Chor war ab 1784 profaniert und als Wohnhaus verwendet und schließlich 1903 abgebrochen worden. Seine Krypta und seine Grundmauern wurden 1984 ausgegraben1136 , in der Folge jedoch durch den Bau der U­ Bahn­ Station Herrengasse restlos zerstört. Die ursprünglichen kan- tonierten Rundpfeiler des zweischiffigen Langhauses wurden von Renate Wagner- Rieger im Sockelbereich der bestehenden Stützenreihe zwischen dem südlichen und mittleren Schiff des Hallenlanghauses erkannt1137 ; in Österreich ist diese Ge- staltungsform im Langhaus der Klosterkirche St. Pölten ( vor 1228 ) erstmals nach- gewiesen. Durch die Feststellung der Ursprünglichkeit der kantonierten Pfeiler ist das Langhaus der Wiener Minoritenkirche als zweischiffige , fünfjochig kreuzrip- pengewölbte Halle zu rekonstruieren ( Abb. 191 a und b ). Friesach Ein dreijochiger Langchor entstand um diese Zeit auch in Friesach in Kärnten. Das Dominikanerkloster dieser Stadt war als ältestes im deutschen Sprachraum überhaupt noch zu Lebzeiten des hl. Dominikus gegründet und schon 1217 durch Erzbischof Eberhard II. von Salzburg geweiht worden. Von seinem ursprüngli- chen Standort außerhalb der Stadt an seinen endgültigen wurde das Kloster aber erst 1255 verlegt. Nun entstand eine dreischiffige , flach gedeckte Pfeilerbasilika ( Abb.  193 ). Mit dem Bau eines auf Einwölbung geplanten Langchors ( Abb.  194 ) wurde zwischen 1265 und 1268 begonnen. Geweiht wurde der Chor aber erst im Jahre 1300 durch Bischof Heinrich von Gurk. Der Chor besitzt so wie jener von Retz und die vorgenannten Beispiele drei Rechteckjoche plus Polygonalapsis. Außergewöhnlich ist die Hinzufügung einer zweijochigen Rechteckkapelle an
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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