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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bautätigkeit unter Ottokar II. Přemysl342 Totengedächtnis aufgenommen wurde1156. Herkunft und Schicksal des Rugerus sind uns unbekannt , Theophilus Dorn glaubte , aus dem Namen de Ripa auf die Herkunft des Baumeisters aus Urfahr bei Linz schließen zu können1157 , K. Wer- ner hielt die Namen Rugerus und Sigela für süd- oder westeuropäisch1158. Aus der Formulierung des Bernardus Noricus scheint hervorzugehen , dass Rugerus de Ripa die drei hohen Gewölbejoche zuerst und Abt Berthold danach mit anderen Bauleuten weitere elf Gewölbejoche geschaffen habe. E. Schaffran zieht daraus den Schluss , dass die Tätigkeit des Rugerus 1257 bereits beendet worden sei1159. Vor der Einwölbung der erwähnten elf Joche musste , so wie unter Abt Ortolf an der Südseite , auch an der Nordseite die Langhausmauer erhöht und mit vier ein- gestemmten , abgetreppten Strebepfeilern verstärkt werden. Zugleich wurde die nördliche Arkadenreihe des Mittelschiffs errichtet. Die urkundlichen Nachrichten geben nicht darüber Auskunft , welche elf Ge- wölbe Abt Berthold errichtet hat. Es wird lediglich berichtet , dass Abt Friedrich von Aich im ersten Jahr seiner Regierung ( 1274 ) ein Gewölbe erbaut habe1160 und dass schließlich Abt Ernest ( reg. 1349–1360 ) testitudinem ecclesie et frontem eius­ dem construendo consummavit1161. Am wahrscheinlichsten ist die Annahme , dass Abt Berthold nach der Errichtung der drei Querhausgewölbe das noch fehlen- de westlichste Joch des Südschiffs , die fünf Mittelschiffjoche und die fünf Jo- che des Nordschiffs einwölbte , dass sich die Angabe des Chronisten zur Bautätig- keit unter Abt Friedrich von Aich auf das Gewölbe im Mittelschiff zwischen den Westtürmen bezieht und dass Abt Ernest die Gewölbe in den oberen Turmräu- men vollendet hat. Dieser Baubestand ist , verborgen unter barockem Wand- und Deckenstuck aus der Zeit um 1680 , bis heute erhalten geblieben. Konturkanten im Stuck , wie etwa an der westlichen Gewölbekappe im ersten Joch des nörd- lichen Seitenschiffs , lassen erkennen , dass die Gewölbe spitzbogig gestaltet wa- ren. 1972 und 1973 wurden an einigen Stellen Freilegungen mittelalterlicher Bau- glieder durchgeführt. So fand man am ersten nördlichen Langhauspfeiler unter dem Stuck das Kelchkapitell einer Halbsäulenvorlage , die den Scheidbogengurt zwischen dem ersten und dem zweiten Seitenschiffjoch trägt. Eine weitere Son- dage wurde auf der Westempore zwischen dem nördlichen Turmjoch und dem ersten nördlichen Seitenschiffjoch vorgenommen , wobei festgestellt wurde , dass die Wandvorlage des 13. Jahrhunderts an älteres Mauerwerk angefügt ist1162. Beim Umbau der Kirche wurde im Westbereich an einen aus früherer Zeit vorhandenen Baubestand angeschlossen. Bauliche Reste an der Innenseite der Westmauer der Klosterkirche zeigen , dass ältere Bausubstanz in den Umbau des
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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