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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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365Die Bautätigkeit unter Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg DIE BAUTÄTIGKEIT UNTER RUDOLF I. UND ALBRECHT I. VON HABSBURG Zisterzienserkloster Stams , Dominikanerinnenkloster Tulln , Marchegg , Heiligenkreuz Klosterneuburg , Zisterzienserinnenkloster St. Bernhard , Dominikanerkirche Retz , Minoritenkirche Wels , Dominikanerinnenkirche Imbach , Clarissinnenkirche Dürn­ stein , Dominikanerkirche Krems , Dominikanerkirche Wiener Neustadt , Walpurgis­ kapelle St. Michael , Michaelskapelle Göss , Liechtensteinerkapelle Seckau , Murau Wir stehen also , was die architekturgeschichtliche Entwicklung in Österreich im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts betrifft , vor einer weitgehenden Revision des bisher gültigen Gesamtbildes. Waren Renate Wagner-Rieger1234 oder Günter Brucher1235 vor allem von den überlieferten Weihedaten ausgegangen ( z. B. 1295 für Heiligenkreuz , 1293 für die Grazer Leechkirche ) , so sind zahlreiche Werke in ihrer Planung und Entstehungsgeschichte nicht erst in die Zeit der frühen Habs- burger , sondern noch in die ottokarische Zeit zu datieren. Dies gilt , wie wir sicher wissen , für den Chor der Wiener Minoritenkirche , dies gilt für Hallenchor und Bernardikapelle in Heiligenkreuz , ebenso für das Querhaus und den Chor der Liebfrauenkirche Wiener Neustadt und nicht zuletzt auch für die Grazer Leech­ kirche. Bei einer solchen Vielzahl von Datierungsrevisionen drängt sich die Frage auf , welche größeren Werke aus den letzten beiden Jahrzehnten des 13. Jahrhun- derts überhaupt auf das Konto der ersten Habsburger zurückgehen , wie sich der Herrschaftswechsel in der Baukunst ausgedrückt haben mag und ob sich die neue Dynastie schon in ihrer Etablierungsphase architektonisch artikulieren konnte. Zunächst waren die Machtverhältnisse noch unsicher. Schon nach dem Frie- densschluss des Jahres 1276 , bei dem Ottokar II. vorübergehend auf Österreich und Steiermark verzichtete , hatte König Rudolf I. von Habsburg seine Hand auf die einst babenbergischen Länder gelegt. Doch gab es immer noch Anspruchsbe- rechtigte aus dem Kreis der Verwandten der Babenberger-Erbinnen , die Rudolf 1279 finanziell entschädigen musste. König Rudolf I. ( reg. 1273–1291 ) griff auf die Idee des Stauferkaisers Friedrich II. von 1237 zurück , die heimgefallenen Herzog- tümer Österreich und Steiermark für seine eigene Familie zu behalten. Dagegen sprach allerdings das Rechtsprinzip des Lehenszwanges in der Verpflichtung zur Wiedervergabe heimgefallener Reichslehen. 1282 umging König Rudolf dieses
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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