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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bautätigkeit unter Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg366 Prinzip , indem er seine Söhne Albrecht und Rudolf mit den Herzogtümern Ös- terreich , Steiermark und Krain zur ungeteilten Hand belehnte , wobei er aleman- nischem Rechtsbrauch folgte. Diese Lösung stieß in Österreich auf Widerstand. Schon 1283 sah sich König Rudolf gezwungen , die Belehnung zu widerrufen , nun wurde sie auf Albrecht allein lautend wiederholt. Die Habsburger galten den Österreichern und Steirern als landfremdes Ge- schlecht. Herzog Albrecht umgab sich mit schwäbischen Beratern , was Unmut unter den etablierten Ministerialenfamilien auslöste. 1287 kam es in Wien zu einer Empörung gegen Herzog Albrecht , in der Folge verlor die Stadt die vom Kaiser im Jahre 1237 gewährte und 1247 erneuerte Reichsfreiheit. Als König Rudolf I. im Jahre 1291 starb , suchten die Gegner der Habsburger , darunter der Erzbischof von Salzburg , der Patriarch von Aquileia , König Wenzel II. von Böhmen und König Andreas II. von Ungarn , die Machtverhältnisse im Ostalpenraum umzustürzen. Die unzufriedenen steirischen Adeligen unternahmen 1292 einen Winterfeldzug über den verschneiten Semmering. Albrecht I. , der die Hoffnung hegte , seinem Vater als deutscher König nachzufolgen , wurde von den Kurfürsten zunächst außer Acht gelassen ; sie wählten Adolf von Nassau zum König. Erst 1298 , nach dem Tod König Adolfs , wurde Albrecht I. zum deutschen König gewählt. So kon- solidierte sich die Herrschaft der Habsburger erst gegen 1300 , um bereits 1308 mit der Ermordung König Albrechts durch Johannes Parricida wieder völlig infrage gestellt zu werden. War es unter diesen negativen Umständen überhaupt möglich , dass die Habs- burger bereits in den ersten Jahrzehnten ihrer Herrschaft in Österreich auch die Architektur als die teuerste und am meisten öffentliche Kunstgattung einsetzten , um sich als Landesherren im neuen Herrschaftsgebiet zu profilieren , wie Renate Wagner- Rieger 1979 meinte1236 ? Zweifellos hatten diese Jahre auch positive , zukunftsge- richtete Aspekte. Mit der Wahl Rudolfs von Habsburg war das Interregnum im Reich nach dem Ende der Staufer und den Machtkämpfen der Gegenkönige zu Ende gegangen. Mit der Person des Grafen von Tirol , Meinhard von Görz , hatte Rudolf einen wichtigen Verbündeten gefunden. Meinhard wurde von Rudolf 1286 mit dem Herzogtum Kärnten belehnt und war solcherart der erste Gewinner sei- ner Unterstützung für die Habsburger. Zu den Aufsteigern in Österreich gehörten auch die Herren von Wallsee , von denen Heinrich Landrichter ob der Enns wurde , ebenso Abt Heinrich von Admont , der ab 1279 als Landeshauptmann der Steier- mark fungierte , oder Berchtold von Rabenswalde , der die Nachfolge der Grafen von Playen-Hardegg im nördlichen Niederösterreich antrat , als er die Erbin von
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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