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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Seite - 368 -
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Die Bautätigkeit unter Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg368 erteilte – eine von Andrea Andanti kürzlich geäußerte Annahme1239 – , ist unge- wiss. Der dreischiffige fünfjochige kreuzrippengewölbte Bau hat zwar basilikalen Querschnitt , doch mit den betont hohen Seitenschiffen hallenähnlichen Charak- ter. Er ist wohl von der Florentiner Dominikanerkirche Santa Maria Novella ( beg. 1246 ) abhängig , doch könnten die Gewölbeträger und die in Italien seltene Poly- gonalapsis mit den Maßwerkfenstern auf Architektureinflüsse von nördlich der Alpen zurückgehen. Im Vergleich zu Stams freilich wirkt der Dom von Arezzo keineswegs retrospektiv , sondern von aktueller Modernität. Tulln , Dominikanerinnenkloster Was aber ist in den ersten Regierungsjahren der Habsburger in Österreich ent- standen ? Zu den bleibend verdienstvollen Erkenntnissen von Renate Wagner-Rie- ger bezüglich der Architektur der frühen Habsburger gehören ihre Ausführun- gen zur Tullner Frauenstiftskirche. Zur Erinnerung an den entscheidenden Sieg über Ottokar II. Přemysl bei der Schlacht von Dürnkrut und Jedenspeigen im Marchfeld ( 1278 ) und zum Dank für Errettung aus höchster Lebensgefahr wäh- rend dieser Schlacht stiftete Rudolf I. 1280 seine einzige Klostergründung , und zwar ein Nonnenkloster in Tulln , das zunächst der Augustinerregel folgte1240. Das Königspaar Rudolf und Gertrud-Anna und dessen Söhne nahmen an der Grundsteinlegung teil. 1281 wurde festgelegt , dass jeweils nur der Landesfürst von Österreich die Schutzvogtei über dieses Frauenstift ausüben dürfe. Es entstand in der Folge bei den Habsburgern die Haustradition , hier früh verstorbene legitime und illegitime Kinder zu begraben und auch weibliche Mitglieder der Familie als Nonnen unterzubringen. Eine Überlieferung besagt , dass das Herz König Ru- dolfs hier beigesetzt worden sei. 1286 wurden die Tullner Nonnen dem Domi- Abb.  208 : Rekonstruierter Grundriss des ersten Bauzustandes der Stiftskirche in Stams
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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