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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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Die Bautätigkeit unter Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg370 figuren im Chor hatte es bei der Gestaltung des Kaiserdoms von Magdeburg ( nach 1232 ) schon ebenso gegeben wie 1248 in Gestalt der Apostel im Oberge- schoss der Sainte-Chapelle in Paris. Für eine typologische Ableitung der dreischiffigen Halle mit integriertem Rechteckchor , also mit unterschiedslos Langhaus und Chor umfassendem Recht- eckgrundriss , wurden bisher kaum zufriedenstellende Vorschläge gemacht. Die erst nach Tulln , nämlich 1283 von Rudolf von Habsburg begonnene Predigerkir- che von Colmar war eine flachgedeckte Säulenhalle , weshalb man an mögliche oberrheinisch-elsässische oder süddeutsch-schwäbische Wurzeln gedacht hat. Neue Aspekte ergeben sich freilich dadurch , dass man heute den Hallenchor von Heili- genkreuz als ottokarische Planung anzusprechen hat. 1280 war dieser gerade ge- schlossene dreischiffige Hallenchor sicher schon sehr weit gediehen und könnte die Gestaltung der Tullner Stiftskirche beeinflusst haben. Umgekehrt ist aus Gründen der zeitlichen Aufeinanderfolge eine Vorbildrolle der Tullner Hallenkirche für den Chor von Hei- ligenkreuz mit Sicherheit auszuschließen. Marchegg In zumindest einem konkret gesicherten Fall ist nachzuweisen , dass König Rudolf I. von Habs- burg einen ottokarischen Gründungsbau über- nommen und seine Fortsetzung durch eine per- sönliche Stiftung gefördert hat. Es handelt sich um den damals noch unvollendeten Chor der Pfarrkirche St. Margareta in Marchegg. In die Jahre 1278 / 1279 datiert eine Schenkung des Kö- nigs anlässlich der Errichtung eines Vikariats in Marchegg , die nicht nur zur Vollendung der Gewölbe , sondern auch zum Einbau einer Sedi- lie ( Abb.  210 ) an der Südseite des Chors geführt hat1241. Die dreiteilige Ses sionsnische steht in enger stilistischer Abhängigkeit zu Blendarka- den im Südchor des Doms zu Regensburg , der Abb.  210 : Pfarrkirche in Marchegg , Plandarstellung der Chorsedilien
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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