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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Seite - 373 -
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373Die Bautätigkeit unter Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg Otto v. Freising , Heinrich II. Jasomirgott ) und wieder deren männliche Nach- kommen , darstellen , wurde das Brunnenhaus zu einer Stiftermemorie ausgestat- tet. Der letzte Babenberger Friedrich der Streitbare war offenbar ursprünglich auch im Programm vorgesehen , sein Bildnis fehlte aber schon 1638. Dadurch dass die Babenberger vor Leopold III. nicht dargestellt waren , bildete der Glasfens- terzyklus keinen eigentlichen Babenberger-Stammbaum , sondern ein Monument pietätvoller Erinnerung an den Stifter und seine Nachkommen. Das eigentliche Gebetsgedenken wurde im Kapitelsaal an den Gräbern abgehalten. Zur Bekräf- tigung dieser Tradition wurden , wie der epigrafische Befund der Inschriften von Walter Koch besagt , im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts auf den im Boden des Kapitelsaals eingelassenen Grabplatten die Namensinschriften der hier bestatte- ten Babenberger angebracht1246. Auch bei diesem Vorgang scheint Herzog Alb- recht  I. mit beteiligt gewesen zu sein. 1295 wurde auch sein Protonotar Gottfridus im Kapitelsaal bestattet. Erst jetzt wurde die Abtweihe von Albrechts Sekretär Magister Benzo von Worms feierlich vollzogen , den der Herzog schon 1290 an die Stelle des Ab- tes Sigehard gesetzt hatte. Eine Überlieferungs- notiz besagt , dass Herzog Albrecht auch Stifter der Infirmariekapelle der Heiligen Erasmus und Bernhard in Heiligenkreuz gewesen sei. Dage- gen ist aber bekannt , dass schon vor 1277 der Parteigänger König Ottokars II. , Paltram von Wien , ein Erbbegräbnis für seine Familie in die- ser Kapelle gestiftet hatte , sodass dieser Bau al- so bereits längst existiert haben muss. Allerdings wurde er am gleichen Tag wie der Hallenchor am 17. April 1295 geweiht , und dieser Tag galt von nun an als Kirchweihfest von Heiligen- kreuz , nachdem ein solches zuvor immer im Ok- tober gefeiert worden war. Wir erkennen also , dass sich Herzog Alb- recht  I. von Habsburg ähnlicher Mittel bedien- te , um seine noch zu festigende Herrschaftsrol- Abb.  213 : Außenansicht des Brunnenhauses am Kreuzgang des Zisterzienserklosters Heiligenkreuz
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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