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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Seite - 374 -
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Die Bautätigkeit unter Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg374 le in Österreich zu untermauern , wie Jahrzehnte vor ihm Ottokar II. Přemysl. Der Habsburger trat in die Tradition der Stifter des Klosters aus dem Hause der Babenberger ein. So wie Ottokar begonnene Bauten der Babenbergerzeit über- nommen , fortgesetzt und vollendet hat ( Lilienfeld , Heiligenkreuz , Wiener Neu- stadt ) , eignete sich Alb recht die angefangenen oder schon weitgehend vollendeten Neubauten der ottokarischen Ära an und gab ihnen nach Installierung von Abt Benzo , einem getreuen Gefolgsmann , als Klostervorsteher durch einen demons- trativen Weiheakt das Gepräge einer habsburgischen Stiftung , womit die Rolle Ottokars wirkungsvoll und dauerhaft verdrängt wurde. Um diesen Zweck zu er- reichen , konnte im Brunnenhaus , einem nicht im engeren Sinn liturgisch genutzten , aber doch im Zentrum der Klosteranlage situierten Raum , das zisterziensische Verbot der Farbe und des Abbildes der menschlichen Figur … durchbrochen werden1247. Da- bei wird allerdings das Gedenken an die Babenberger , abgesehen von dem da- mit verbundenen politischen Kalkül der Habsburger , doch weitgehend von der im Kloster Heiligenkreuz selbst verankerten Tradition des Stiftergedächtnisses mitbestimmt gewesen sein. Auch der finanzielle Aufwand für die Babenberger- Scheiben ist keineswegs gering zu veranschlagen , sodass die Fertigstellung des Brunnenhauses mit dieser kostbaren Ausstattung sehr wohl als eigenschöpferi- scher Gestaltungsakt im Auftrag des neuen landesfürstlichen Stifters Herzog Al- brecht  I. anzusehen ist. Klosterneuburg Die Bezugnahme auf die Babenberger in Heiligenkreuz blieb kein Einzelereignis : Im Stift Klosterneuburg wurde auf diese ostentative Repräsentanz des Hauses der Babenberger sogleich reagiert. Hier lag ja die Begräbnisstätte des vom Volk schon damals als heiligmäßig verehrten Leopold III. ; Klosterneuburg war von diesem Markgrafen nicht nur bedeutend früher als Heiligenkreuz gegründet worden , son- dern hier hatte er auch seine Residenz. Wie eine Urkunde von 1291 beweist , hat Propst Pabo von Klosterneuburg ( 1279–1293 ) 100 Pfund Pfennige Wiener Mün- ze für den Kreuzgang verwendet ( die hab wir geleit an den chreutzganch , den wir von nevn dingen haben gepavn ) 1248. Der Kreuzgang im Norden der Stiftskirche ( Abb.  214 ) trat , so wie in Zwettl und Heiligenkreuz , an die Stelle einer Vorgän- geranlage des 12. Jahrhunderts , deren Spuren im Bereich des Kapitelsaal-Eingangs festgestellt werden konnten. Die Anlage wurde 1873–1881 unter der Leitung von Architekt Friedrich von Schmidt restauriert , wobei beträchtliche historistische Er- gänzungen vorgenommen wurden. Da eine von Hansjörg Ubl geleitete strukturel-
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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