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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
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379Die Bautätigkeit unter Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg Zur Befestigung der südwestlichen Stadtecke wurde das Gebäude eines neuge- gründeten Dominikanerklosters bestimmt. Nach dem Wunsch des Stifterehepaa- res Berchtold von Rabenswalde-Schwarzburg und seiner Frau Wilbirgis , die im Tympanonrelief des Hauptportals dargestellt sind , wurde das Kloster zur Fami- liengrablege des Stadtgründers bestimmt. Das Langhaus dieser Kirche erhielt die Form einer dreischiffigen gewölbten Staffelhalle mit Achteckpfeilern , hatte damit in der Anlage Ähnlichkeit mit der Tullner Dominikanerinnenkirche König Ru- dolfs I. von 1280 bis 1290 , in deren engster zeitlicher Nähe seine Entstehung auch anzusetzen ist : Die Kirche von Retz kann frühestens 1279 begonnen worden sein und war 1295 bereits benutzbar , wie die überlieferte Stiftung eines Ewigen Lichtes beweist1256. Im Unterschied zu Tulln hatte die Retzer Dominikanerkirche jedoch einen dreijochigen Langchor mit Polygonalapsis ( vgl. Leoben , Marchegg ) , wie er ja im Unterschied zu den Nonnenklöstern für einen Männerkonvent der Domini- kaner als Ort des gemeinsamen Chorgebetes benötigt wurde ( Abb.  216 ). Wels In Wels entstand 1282 als Stiftung der Brüder Wichard und Albero II. von Pol- heim ein Minoritenkloster mit saalförmigem Langhaus und zweijochigem Chor ähnlich jenem der Minoritenkirche von Bruck an der Mur1257. Die Anordnung eines mittleren Strebepfeilers an der Westfront des Langhauses lässt darauf schließen , dass eine zweischiffige Unterteilung und Einwölbung dieses Bereiches geplant war , die dann allerdings unterblieben ist. Die im Klosterverband gelegene Kapelle des hl. Sigmar dürfte mit jener identisch sein , die Abt Heinrich von Lam- bach vor 1286 den Minoriten von Wels geschenkt hatte. Sie zeigt ganz ähnliche Wandvorlagen wie der Chor von Wiener Neustadt. Einer der Stifter , Wichard von Polheim , war 1277 herzoglicher Pfleger in Wels , somit ein Parteigänger Rudolfs von Habsburg , und hatte 1280–1282 das Amt eines Passauer Bischofs inne. Abb.  216 : Grundriss der Dominikanerkirche in Retz
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Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
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