Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geschichte
Historische Aufzeichnungen
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Seite - 384 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 384 - in Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich

Bild der Seite - 384 -

Bild der Seite - 384 - in Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich

Text der Seite - 384 -

Die Bautätigkeit unter Rudolf I. und Albrecht I. von Habsburg384 Göss , Michaelskapelle Im Benediktiner-Nonnenstift Göss in der Steiermark wurde unter Äbtissin Her- burgis ( reg. 1271–1285 ) beim Südturm der Klosterkirche eine zweigeschossige Ka- pelle erbaut. Herburgis war zuvor Nonne im Stift Admont gewesen und stand mit Abt Heinrich weiterhin in Verbindung. Günter Brucher nimmt daher an , dass die Äbtissin für den Bau der Kapelle , die zum Friedhof des Klosters gehörte , Bauleute aus Admont herangezogen hat1271. Die Kapelle entstand durch Aufstockung ei- nes romanischen Erdgeschossraums. Der quadratische Kapellenraum des Oberge- schosses und das Fünfachtelpolygon der Apsis besitzen Rippengewölbe mit Birn- stabprofil. Die Gewölberippen ruhen auf zierlichen Konsolen , die mit Blattwerk skulptiert sind. Die Michaelskapelle weist einen reichen Freskenschmuck auf , der ein anspruchsvolles ikonografisches Programm zeigt. Neben mariologischen und christologischen Szenen erscheinen Medaillons mit Heiligenbüsten. In der Kreuzigungsszene ist Äbtissin Herburgis als Stifterin dargestellt1272. Die dop- pelgeschossige , vom Typus der Pariser Sainte-Chapelle König Ludwigs IX. von Frankreich ableitbare , preziös ausgestattete Kapelle diente in erster Linie Privat- andachten , wie sie im Laufe des 13. Jahrhunderts vor allem im fürstlichen Milieu den ersten Höhepunkt ihrer Entwicklung erfuhren. Sie steht damit in scharfem Gegensatz zur Kargheit der gleichzeitigen Bettelordensbaukunst. Seckau , Johanneskapelle Als Kirchenstifter traten auch die Liechtensteiner auf. Otto I. , der Sohn des letzten steirischen Minnesängers Ulrich von Liech- tenstein , ließ im Kloster Seckau unter großem Kostenaufwand ( opere sumptuose ) die noch von seinem Vater gestiftete Kapelle zu Ehren der Heiligen Johan- nes des Täufers und Katharina von Alexandrien im Bereich von Abb.  220 : Chor der ehem. Dominikanerkirche in Krems , An­ sicht von Südost
zurück zum  Buch Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich"
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Titel
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
Autor
Mario Schwarz
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-78866-9
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
498
Schlagwörter
Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
Kategorien
Geschichte Historische Aufzeichnungen
Kunst und Kultur
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich