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464 Buberl , Okt 29 , 1940 , 31.
465 Buberl , Okt 29 , 1940.
466 Aubert , Architecture , 1947 , II , Fig. 306 , 307.
467 Aubert , Architecture , 1947 , II 14. Aubert datiert den Bau vom Ende des 12. bis zur Mitte des
13. Jahrhunderts.
468 Der Baubeginn des Kreuzgangs von Zwettl ist frühestens 1204 mit dem Amtsantritt von Abt
Marquard und spätestens 1217 mit dem Tod des Stifters Hadmar II. von Kuenring zu datieren.
Zu diesem Zeitpunkt war in Lilienfeld der Hallenchor , der erste mit Strebepfeilern ausgestat-
tete Bauabschnitt der Kirche , zwar schon im Bau , doch sicher noch nicht vollendet.
469 Buberl , Okt , 1940.
470 Die Fensterwände des Kreuzgangs von Lilienfeld sind nicht unverändert erhalten. Chrysosto-
mus Hanthaler zählte vor der Mitte des 18. Jahrhunderts noch einen Gesamtbestand von 600
Säulchen , während heute noch 481 vorhanden sind. Der Brand im Stift im Jahre 1810 scheint
den Kreuzgang erheblich beschädigt zu haben. Ganz vernichtet wurde das Brunnenhaus , das
1886 / 1887 von Architekt Dominik Avanzo in Formen des Historismus neu erbaut wurde. Von
Avanzo verglast wurden auch die Fensteröffnungen am Ost- , Süd- und Westflügel , wobei im
Zusammenhang damit die zum Kreuzganghof gerichteten Fenstersäulchen teilweise entfernt
wurden. Vongrey , Kreuzgang , 1976 , 167 ff.
471 Markus Thome datiert die Erbauung des Kreuzgangs von Lilienfeld erst nach 1230 und zieht
einen Zusammenhang zwischen der Wahl von Rotmarmorsäulen mit dem Gedanken an Reprä-
sentationsansprüche einer fürstlichen Stiftung in Zweifel , da Herzog Leopold VI. 1230 gestor-
ben war. Dabei wird aber außer Acht gelassen , dass bereits die 1222 geweihte Capella Speciosa als
Palastkapelle und Repräsentationsbau der Herzogspfalz durch die reiche Verwendung von Rot-
marmor in ihrer Innengestaltung ( Wandpanele , Säulen der Sedilien und Dienste ) gekennzeich-
net war. Zahlreiche Kapitelle des Kreuzgangs von Lilienfeld zeigen enge formale und stilistische
Übereinstimmungen mit Kapitellen der Capella Speciosa. Die engen Zusammenhänge mit dem
Portal vom Kreuzgang in den vor 1230 fertiggestellten Kapitelsaal und mit dem ehemaligen Ost-
durchgang lassen erkennen , dass die Ausgestaltung des Kreuzgangs unmittelbar im Anschluss
an die Errichtung des ostseitigen Klosterflügels erfolgt ist. Vgl. Thome , Material , 2006 , 345.
472 Die Pfeiler waren dunkelgrün , mit aufgemalter hellgrüner Marmorierung , die Halbsäulen dun
kelrot … Diese Färbelung in Rot und Grün welche die Wirkung von Porphyr und Verde antico
erzielen sollte , unterstrich die hervorragende Stellung dieser Stiftung als Grablege des ersten Ba
benbergerherzogs. Perger / Brauneis , Kirchen , 1977 , 114. Im Zusammenhang damit ist auch
der fürstliche Repräsentationsanspruch in der westwerkartigen Bauanlage der Schottenkirche
zu sehen. Diese folgte den salischen Kaiserdomen , wo Porticus und Empore für Rechtshandlungen
und Gottesdienst des Herrschers dienten. Perger / Brauneis , Kirchen 1977 , 113.
473 Aubert , Architecture , 1947 , 14.
474 Schwarz , Architektur , 1998 , 277.
475 Für diese Annahme spricht , dass auch am Kreuzgang von Zwettl bereits einige Säulen aus
Rotmarmor gefertigt sind , die aus einer gemeinsamen Produktion für den unmittelbar danach
Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
- Titel
- Die Baukunst des 13. Jahrhunderts in Österreich
- Autor
- Mario Schwarz
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2013
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-78866-9
- Abmessungen
- 17.0 x 24.0 cm
- Seiten
- 498
- Schlagwörter
- Medieval architecture, Austrian art, Medieval art, Austrian architecture, Architectural history, 13th century architecture
- Kategorien
- Geschichte Historische Aufzeichnungen
- Kunst und Kultur