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Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
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Luxusmodelle fürdenKlimaschutz? 169 Free Floating Angebot bietet keine Antworten auf sozial-räumliche Un- gleichheitundMobilitätsdefizite aufdemLand (zukommunalbetriebenem, stationäremCarsharingsiehedenBeitragvonBaasch indiesemBand). Die kurzenWege des innerstädtischenVerkehrs können amumweltge- rechtesten, sichersten und gesündesten überÖPNVundnicht-motorisierte Mobilitätbewältigtwerden.CarsharingmüsstehingegeneineOptionfürden ländlichenRaumoderdenStadt-Umland-Verkehrsein,dernichtausreichend überdenÖPNVbedientwird.DasGleichbehandlungsgebotdesGrundgeset- zes (GGArt.3Abs.1)manifestiertdenAnspruchallerBürger*innenaufeinen flächendeckendenAusbauder digitalen Infrastruktur, umamdigitalenund sozialen Leben teilhaben zu können (Libbe 2018). Esmuss also zur Debat- te gestellt werden,wie dasGleichbehandlungsgebot imBereich derMobili- tät nicht trotz, sondern durch SmartMobility in näherer Zukunft realisiert werden kann. Carsharing im Stadtumland benötigtmehr kommunale und staatlicheUnterstützung für seine Etablierung.DasUmweltbundesamt hat deshalb unter anderemdas Projekt »Engagiertmobil: Regionalisierung des Car-Sharing«gestartet (UBA2017). BisheristE-CarsharingjedocheinGroßstadtphänomen.Wennüberhaupt voneinerVerkehrswendedurcheinegeteilteNutzungvonstrombetriebenen Fahrzeugen gesprochen werden kann, dann findet diese ausschließlich im urbanenRaumeinigerMetropolen statt. Diese Städte sind gleichzeitig ge- kennzeichnet durch einWachstumderBevölkerungunddesPKW-Bestands sowie eine Selbstidentifikation als »Smart City«. Dieser räumliche Fokus von E-Carsharing ist nicht durch die Mobilitätsbedarfe der Stadtbevölke- rungbegründet, sonderndurchdieLogik einerAufmerksamkeitsökonomie, die sowohl von Digitalkonzernen wie wettbewerbsorientierten Stadtregie- rungen forciert wird. In den immer mehr verdichteten Innenstädten der Metropolen versuchen Automobil- und Digitalkonzerne ihre Produkte mit hoher Aufmerksamkeit zu präsentieren und die Möglichkeiten für neue Wachstumsmärkte zu erproben. Sie benutzen Großstädte als Experimen- tierfeld und Schaufenster für technologische Innovationen im Bereich des ElektroantriebsundsmarterMobilitätsdienstleistungen. Automobil- und IT-Konzerne bieten Stadtregierungen unter dem Label »Smart City« seit einigen Jahren offensiv digital-vernetzte Lösungen insbe- sonderemit demVersprechen an,denPrivat- undWirtschaftsverkehr ohne StausdurchdieStädtezu leitenundKohlenstoffemissionenimVerkehrssek- tor zu reduzieren (Bauriedl/Strüver 2018).Diese sogenannte »SmarteMobi- lität« sollmittels sensorbasiertemVerkehrsmanagement, E-Carsharing und
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Baustelle Elektromobilität Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Titel
Baustelle Elektromobilität
Untertitel
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Autor
Achim Brunnengräber
Herausgeber
Tobias Haas
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5165-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Auto, Elektromobilität, Transformation, Rohstoffpolitik, Wertschöpfungsketten, Verkehrswende, Bewegung, Autonomes Fahren
Kategorie
Technik
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