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Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
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Luxusmodelle fürdenKlimaschutz? 175 E-CarsharingvernachlässigtvielfältigeMobilitätsbedarfe Mit Blick auf die Fahrzeugflotte, die Standorte, die Reichweite und die Nutzungsvoraussetzungen ist festzustellen, dass die Angebotsstruktur des E-Carsharing primär den ökonomischen Interessen von Automobil- und DigitalkonzernenentsprichtundnichtdendrängendstenMobilitätsbedarfen der Verkehrsteilnehmer*innen folgt, obwohl die weltweite Urbanisierung Verkehrsprobleme noch verschärft. Die negativen Folgen der Hegemonie der Automobilindustrie treten in Städten besonders deutlich zu Tage, da für die urbane Lebensqualität die Art undWeise, wieMobilität organisiert wird, essenziell ist. Städte stehen vor extremenHerausforderungen, die zu großen Teilen von einer fossilistischen und autofixierten Verkehrspolitik verursachtwurden.Siemüssendaher einneuesVerständnis für die gegen- wärtigeMobilitätskrise entwickeln.Mimi Sheller lenkt die Aufmerksamkeit aufAspektederMobilitätsgerechtigkeit imSinnevongleicherZugänglichkeit zuMobilität für alle (Sheller 2018). Stadtbewohner*innenhabenungleichen Zugang zu Informationen, zu Ressourcen, und zu öffentlichem Transport, die vielfältige Mobilität und die Nutzung des städtischen Raums erst er- möglichen. UmMobilitätsgerechtigkeit gewährleisten zu können, müssen sehr vielfältige Mobilitätsbedarfe berücksichtigt werden. Hier könnte die MobilitätsforschungvondersozialwissenschaftlichenStadtforschunglernen. Das Erkenntnisinteresse der Stadtforschung liegt in der Untersuchung multidimensionaler gesellschaftlicher Problemlagen. Sowerden Städte bei- spielsweise als »sozio-technischeGefügemodernerGesellschaften« (Schnei- dewind2014: 3)bezeichnet, indenensichverschiedeneTransformationspro- zesseüberlagern.TrotzjahrelangerErfahrungenmitsozial-ökologischerFor- schung und Transformationsprozessen erfolgt die Anwendung dieser Per- spektiven in der Mobilitätsforschung sehr zögerlich. Dabei ist die Mobili- tätsnachfrage in Städten extrem vielfältig: Verkehrsteilnehmer*innen sind allein, als Familie oder Gruppe unterwegs; sie sind jung oder alt, sportlich oder physisch eingeschränkt, haben viel oderwenigGeld, könnenRad-und Autofahren oder nicht, sind ängstlich oder mutig; sie legen Kurzstrecken, LangstreckenoderWegekettenzurück.AlldieseMobilitätsbedingungenund -bedürfnissesindnebendergebautenVerkehrsinfrastrukturunddenverfüg- baren Verkehrsmitteln für jedenMenschen relevant für dessenMobilitäts- entscheidung. Für die Nutzung von Angeboten digitalisierter Mobilität ist zusätzlich die Kompetenz imUmgangmit digitalen Technologien und der ZugangzudenspezifischenNutzungsvoraussetzungen(z.B.Kreditkarteund
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Baustelle Elektromobilität Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Titel
Baustelle Elektromobilität
Untertitel
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Autor
Achim Brunnengräber
Herausgeber
Tobias Haas
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5165-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Auto, Elektromobilität, Transformation, Rohstoffpolitik, Wertschöpfungsketten, Verkehrswende, Bewegung, Autonomes Fahren
Kategorie
Technik
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