Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Technik
Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Seite - 257 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 257 - in Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität

Bild der Seite - 257 -

Bild der Seite - 257 - in Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität

Text der Seite - 257 -

ZwischenernsthaftenBemühungenundGreenwashing 257 schnittlich in einemPersonenkraftwagen (PKW)verbaut.Sie steckenvor al- lemimAnlasserundderLichtmaschine,aberauchimMotorundimAntriebs- strang, inSchaltern,Kontaktenundnatürlich inKabeln.Würdemanalle in einemPKWverbautenKupferdrähtezusammenlegen,ergäbesicheineStre- cke von einemKilometer Länge (Groneweg/Weis 2018).Der britische Berg- baukonzernBHP sieht in der E-Mobilität (E-Autos) sogar den größtenVer- bündetenaufgrunddessenvergrößertemKupferbedarf (Pilgrimetal.2017). Gemeinsammit der chemischen Industrie sind die Autohersteller auch diegrößtenNachfragerinnenvonPlatinmetallen,die sichvoralleminKata- lysatorenwiederfinden (BGR2018).SowerdenderzeitknappdreiVierteldes zudieserMetallgruppe gehörendenPalladiums für dieHerstellung vonAu- toabgaskatalysatorenverbraucht (Marscheider-Weidemannetal.2016).Auch Bleiwird »zu 75 Prozent inAkkumulatoren für die Automobilindustrie ein- gesetzt« (BGR 2017: 46). Darüber hinaus geht ein großer Anteil des Alumi- niums andie Autohersteller: »Größter Einsatzbereich vonAluminium ist in Deutschlandmitetwa48ProzentderVerkehrssektormitdemFahrzeugbau« (BGR2017:46).HinterdenProzentenverbergensichbeachtlicheMengen:Al- leinVW,DaimlerundBMWverbrauchenSchätzungenzufolge jedesJahr7,15 MillionenTonnenStahlundEisenwerkstoffe,rund650.000TonnenAlumini- umundetwa300.000TonnenKupfer (Kerkowetal.2013). Zwischen 50 und 60  % eines Autos bestehen –weitgehend unabhängig vomAntrieb – aus Eisen und Stahl. Sie ummanteln das Automit der Ka- rosserie, stecken inTürenundHauben,aber auch inFahrwerkundAntrieb. DocheinfacherStahl–derausderLegierungvonEisenundKohlenstoffge- fertigtwird–hateinhohesGewicht.WeilAluminiumimVergleichzueinfa- chemStahlwesentlich leichter ist,hat sichseinEinsatz fürdieKarosserie in den letztenzwanzig Jahrenverzehnfacht. Inzwischenstecken ineinemPKW durchschnittlich 160 kg des Leichtmetalls. Aluminium befindet sich in der Karosserie,aberauch inArmaturen,Felgen,Getriebegehäusen,Kolben,Mo- torblöckenundStoßstangen(Groneweg/Weis2018).FürdieKarosserievonE- AutosexperimentierenmancheHerstellerauchmitCarbon.Schonheutesind bis zu 50  %, das entspricht in etwa zehnProzent desGewichts eines Autos, ausPlastik und somit ausErdöl (VisualCapitalists 2019). FürdenLeichtbau fürE-Mobilität könntedieserAnteil an fossilemRohstoff sogarnochanstei- gen.Dasheißt,auchmitAkkusbetriebeneAutossindnicht»postfossil«,nur weildieAkkuszukünftigunterUmständeneinesTagesmitStromaus 100  % erneuerbarenEnergienbeladenwerden.
zurück zum  Buch Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität"
Baustelle Elektromobilität Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Titel
Baustelle Elektromobilität
Untertitel
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Autor
Achim Brunnengräber
Herausgeber
Tobias Haas
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5165-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Auto, Elektromobilität, Transformation, Rohstoffpolitik, Wertschöpfungsketten, Verkehrswende, Bewegung, Autonomes Fahren
Kategorie
Technik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Baustelle Elektromobilität