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Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
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GovernanceproblemederSektorkopplung 359 lichen Infrastruktursystemen,Märkten und Vorschriften zu flexibilisieren, damit Energieträger wie Strom, Erdgas, synthetische Kraftstoffe und Bio- masse inallenAnwendungsbereichen flexibel undbedarfsgerecht eingesetzt werdenkönnen.DieSubstitution fossilerEnergieträger stellt gewissermaßen einenormativeKomponentedervorgestelltenDefinitionenvonSektorkopp- lung dar, da Elektrifizierung ja auchmitHilfe vonKohle- oder Atomstrom bewerkstelligt werden könnte. Der weitere Ausbau der Erneuerbaren wird damit also zu einem konstitutiven Merkmal der Sektorkopplung. Da das Potenzial vonEnergieträgernwieWasserkraft,BiomasseundGeothermie in Deutschlandbegrenzt ist,werdenWindkraftundPhotovoltaikalsoauchzur BereitstellungvonWärmeundzurVersorgungdesVerkehrssektors zentrale Technologien.DieAusweitungderAnwendungsfelder vonElektrizität führt aberunweigerlichzueinemhöherenStromverbrauch (BMWi2016b). Bei der Elektrifizierungwerden zwei Typen unterschieden, direkte und indirekteElektrifizierung (ESYS2017: 17).DirekteElektrifizierungbedeutet, dass kraftstoffbetriebene durch elektrizitätsbasierte Anwendungen ersetzt werden. Beispiele sind Elektrofahrzeuge und Wärmepumpen. Unter in- direkter Elektrifizierung ist die Nutzung von Strom zur Erzeugung von Wasserstoff durch Elektrolyse oder die Herstellung synthetischer Kraft- stoffe durch die Umwandlung vonWasserstoff in andere Energieträger zu verstehen. Es wird deutlich, dass ein positiver Effekt auf die Reduzierung der Treibhausgasemissionen wesentlich von der Energiewende abhängt. Die Reduzierung der Treibhausgasemissionen gemäß Klimaschutzprogramm 2030 (Bundesregierung 2019) bedingt, bei gleichbleibendem Gesamtener- gieverbrauch, eine Steigerung des Strombedarfs bis 2030 um etwa 170 Terawattstunden (TWh). Für 2018 schätzt die AGEnergiebilanzen denNet- tostromverbrauchauf 527TWh (BDEW2019).DieStromerzeugungbezogen auf denaktuellenVerbrauchmuss bis 2030 alsoum30  % steigen.Unter der Bedingung des im Klimaschutzprogramm 2030 festgelegten 65  %-Ziels von Stromaus EE (Bundesregierung 2019) erhöht sich der Strombedarf aus EE bis 2030 auf rund 450 TWh. 2017 trugen die Erneuerbaren 218 TWh zum Strommix bei. Das bedeutet, dass ein jährlicher Zuwachs von ca. 25 TWh anerneuerbaremStromerforderlich ist.DieDatenderAGEnergiebilanzen (2019) verzeichnen seit 2010 einendurchschnittlichen jährlichenAnstieg bei Erneuerbaren von 15 TWh,mit zuletzt abfallender Tendenz, weshalb eine Trendumkehr eingeleitet und das jährlicheWachstumdeutlich erhöhtwer- denmüsste.Eszeigt sichzudem,dassbei einemkonstantenStrommix,das
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Baustelle Elektromobilität Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Titel
Baustelle Elektromobilität
Untertitel
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Autor
Achim Brunnengräber
Herausgeber
Tobias Haas
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5165-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Auto, Elektromobilität, Transformation, Rohstoffpolitik, Wertschöpfungsketten, Verkehrswende, Bewegung, Autonomes Fahren
Kategorie
Technik
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