Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Technik
Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Seite - 412 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 412 - in Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität

Bild der Seite - 412 -

Bild der Seite - 412 - in Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität

Text der Seite - 412 -

412 HeinzHögelsbergerundDanyalManeka ökologischenVerkehrswendeaufzuzeigen,denwirzumeineninderVerlage- rungvonBeschäftigunginnachhaltigereBereichedesVerkehrssektorssehen (siehedazuBlöcker2018: 13),aberauch inderProduktionvonKomponenten fürE-Antriebe,diesinnvollerweise imBereichkommunalerDienstleistungen zumEinsatzkommenkönnten.8 DieösterreichischeAuto(zuliefer)industrie–Entwicklungenund Charakteristika IndustrielleEntwicklungennachdemzweitenWeltkrieg Die österreichischeÖkonomiewar in derNachkriegszeit durch den fordis- tischen Klassenkompromiss zwischen Kapital und Arbeit geprägt, der sich in einermächtigen Sozialpartnerschaft und einer »austrokeynesianischen« Wirtschaftspolitik verdichtete. Ein wichtiger Baustein war die Verstaat- lichung der Industrie. Bereits im Juli 1946 wurde vom österreichischen Nationalrat einstimmig die Verstaatlichung der Grundstoff- und Schwer- industrie, sowie vonGroßbanken beschlossen.Das Verstaatlichungsgesetz9 umfasste 70Unternehmen, darunter drei Banken, diewiederum61weitere Unternehmen und zehn kleinere Kreditinstitute als Beteiligungen hielten (Weber 2011). Drei Gründe waren dafür ausschlaggebend: (1.) Aus Mangel an Privatkapital wollte man den in der Nazizeit begonnenen Ausbau der Grundstoffindustrie (vor allem in Oberösterreich) mit staatlichen Geldern fortsetzen beziehungsweise die kriegsbedingten Zerstörungen an Fabriken beseitigen. (2.) Vormals reichsdeutsche Industriebetriebewie die Linzer Hermann-Göring-Werke (die spätereVÖEST), sollten demEinfluss der alli- iertenBesatzungsmächte–allenvoranderSowjetunion–entzogenwerden. (3.) Als Lehre ausdemKriegherrschte gesellschaftspolitischerKonsensdar- über,dassdieGrundstoffindustrienichtprivatenProfitinteressenüberlassen 8 FürwichtigeAnregungen,ErgänzungenundKorrekturendankenwirNoraKrenmayr, MelaniePichler,MarkusWissenundUlrichBrandsowiedenHerausgeberndiesesBan- des. 9 DasöffentlicheEigentumanden IndustrienundBankengründet auf zweiVerstaat- lichungsgesetzen,die 1946und 1947verabschiedetwurden.ZudieserZeit gabesei- nenbreitenKonsensüberdieVerstaatlichung,speziellder imBetriebe in»deutschen Eigentum«,dieansonstenGefahr liefen, vondenAlliiertenalsKompensation fürdie Kriegsausgabenkonfisziertzuwerden(Flecker/Hermann2009:20).
zurück zum  Buch Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität"
Baustelle Elektromobilität Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Titel
Baustelle Elektromobilität
Untertitel
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Autor
Achim Brunnengräber
Herausgeber
Tobias Haas
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5165-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Auto, Elektromobilität, Transformation, Rohstoffpolitik, Wertschöpfungsketten, Verkehrswende, Bewegung, Autonomes Fahren
Kategorie
Technik
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Baustelle Elektromobilität