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Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
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KonversionderösterreichischenAuto(zuliefer)industrie? 415 Im Zuge der Liberalisierung desWelthandels entstanden grenzüberschrei- tenderProduktionsnetzwerke, (2.) dieZulieferindustrie gewannalsResultat vonOutsourcingvonProduktionsschrittenanBedeutung,(3.)dieseZulieferer wurden internationaler (Lengauer/Wukowitsch 2010). Von diesen Entwick- lungenbliebauchdieösterreichischeKfz-Industrienichtunberührt,wiesich anhanddesBeispiels vonSteyr-Daimler-Puch illustrieren lässt. DieFiletierungvonSteyr-Daimler-Puch DiePrivatisierungvonSteyr-Daimler-Puch (Eigentümerinwardie staatliche CA) fällt in oben skizziertePhase industriellerRestrukturierung.Warenum 1980 noch 17.000Menschen im drittgrößten IndustrieunternehmenÖster- reichs beschäftigt, so sankdiese Zahl –durchAuslagerungenundVerkäufe –bis 1991 auf 8900.Dader Steyr-Konzernder beiweitem führendeBetrieb der österreichischenKfz-Industrie war, bedeutete dessen Filetierung einen wesentlichenEinschnitt,derbisheutedieBrancheprägt. Während in der Zeit des Nationalsozialismus die Rüstungsproduktion –unter Ausnutzung vonZwangsarbeiter*innen aus demKZ-Mauthausen– dominierte (Perz 1996: 99), änderte sich nachKriegsende der Bedarf hin zu Nutzfahrzeugen. Bezüglich der PKWwurdemit Fiat ein Kooperationsver- traggeschlossen.Mitteder 1960er JahreumfasstedasProduktionssortiment PKW,Lastkraftwagen(LKW),Geländewagen(z.B.Haflinger,Pinzgauer,Puch G/Mercedes G), Traktoren, Landmaschinen,Wälzlager, Jagdwaffen, Panzer, Motorräder, Fahrräder und Werkzeuge. Etwa ein Drittel der Produktion wurdeexportiert. MitAusnahmedesheutigenOpel-Motoren-undGetriebewerkesinWien- Aspern sind alle heutigengroßenAutoproduktionsstätten inÖsterreichAb- kömmlingevonSteyr-Daimler-Puch:BMWübernahmdieMotorenfertigung, Piaggio (Vespa) den Zweiradsektor. Die LKW-Sparte ging an die MAN AG (VW),dieBusproduktionanVolvo.DieTraktorenfabrikwurdevonCase(spä- ter CNH, Fiat) übernommen. Der Rest des Unternehmens (Fahrzeugtech- nik, Antriebstechnik) ging an denMagna-Konzern, der die Antriebstechnik an die ZF Friedrichshafen AGweiterverkaufte.Magna trennte die Panzer- produktion durch einManagement-Buy-out an denEx-ChefMalzacher ab, der sie 2003 anGeneralDynamicsweiterverkaufte.Zusammenfassendwur- dendurchdiesenProzess(1.)dieEntscheidungskompetenzenvonPolitikund BelegschaftsvertretungenhinzutransnationalenKonzernenverschobenund
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Baustelle Elektromobilität Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Titel
Baustelle Elektromobilität
Untertitel
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Autor
Achim Brunnengräber
Herausgeber
Tobias Haas
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5165-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Auto, Elektromobilität, Transformation, Rohstoffpolitik, Wertschöpfungsketten, Verkehrswende, Bewegung, Autonomes Fahren
Kategorie
Technik
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