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Baustelle Elektromobilität - Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
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420 HeinzHögelsbergerundDanyalManeka erfolgreicheSpezialisten in ihremBereich–etablieren.Diese sind auch ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal der österreichischen Autoindustrie von benachbarten Niedriglohnperipherien wie der Slowakei (PwC 2018: 5). Für Konversionsstrategien ist das insofern relevant, da prinzipiell die Möglichkeit bestünde, an lokalesWissen anzuknüpfenunddieses imSinne alternativer Produktionsstrategien zu nutzen. Außerdembedeutet speziali- siertes Knowhow und nachgefragte Qualifikationen eine potenziell höhere Marktmacht (Schmalz/Dörre 2014) vonBeschäftigten, die unterUmständen dazu verwendetwerdenkönnte, alternative Fertigungskonzepte auchgegen denWiderstanddesManagementsdurchzusetzen. Die Verbrennungstechnologie spielt in Österreich eine wichtige Rolle, was füreinenökologischenUmbaueinProblemdarstellt.Damitverbundene Pfadabhängigkeiten erschweren eineUmorientierungauf andereProduktli- nienundTechnologien. In InterviewsmitManagernvonAutomobilclustern wurdedeutlich,dass indenwichtigstenAutomobilregionen (Oberösterreich und der Steiermark) amVerbrennungsmotor –wenn auch unter ständiger Optimierung des Verbrauchs, etwa durch Leichtbau – so lange wie nur möglich festgehalten werden soll, um das bestehende Produktionsmodell nichtzugefährden.DieseTendenzzurBeharrunghatnatürlich ihreGründe. DieösterreichischeKfz-Industrie isteineWachstumsbrancheundverkörpert ökonomischenErfolg,dervermeintlich fürsichselbst spricht. Zusammenfassend lassen sichmitBlick auf dieBranche aus einerKon- versionsperspektivealso folgendehemmendeFaktoren feststellen: (1.)Diehohe wirtschaftliche,beschäftigungspolitischesowiegewerkschaftlicheBedeutung derAutoproduktion inÖsterreichbegünstigtKonflikte zwischenwirtschaft- lichen, beschäftigungspolitischen und umweltpolitischen Zielen. (2.) Die Eingebundenheit in transnationale Produktionsnetzwerke, die vor allem durchdie deutscheAutoindustrie dominiertwerden, schränkt die Spielräu- meandenStandortenerheblichein. (3.) Technologischeundwirtschaftliche Pfadabhängigkeiten, die aus dem starken Fokus auf Verbrennungstech- nologie (Motoren- und Getriebeproduktion) resultieren, erschweren einen Umstieg auf alternative Produkte. Ansatzpunkte für Strategien alternativer Produktion sehen wir vor allem (a) in der zentralen Rolle der KMU, die in hohemMaße lokales Knowhow und damit potenziell Wissensbestände bündeln,die fürKonversionsstrategien fruchtbar gemachtwerdenkönnten, (b) der F&E-Intensität inderAutoproduktion,die ebenfalls auf dasVorhan- densein spezieller Qualifikationen verweist, die im Sinne einer Konversion der Branche verwendetwerden könnten, und (c) imStatus der Branche als
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Baustelle Elektromobilität Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Titel
Baustelle Elektromobilität
Untertitel
Sozialwissenschaftliche Perspektiven auf die Transformation der (Auto-)Mobilität
Autor
Achim Brunnengräber
Herausgeber
Tobias Haas
Verlag
transcript Verlag
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-8394-5165-6
Abmessungen
14.8 x 22.5 cm
Seiten
450
Schlagwörter
Auto, Elektromobilität, Transformation, Rohstoffpolitik, Wertschöpfungsketten, Verkehrswende, Bewegung, Autonomes Fahren
Kategorie
Technik
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