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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
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Da« Fuscherkcid St. Wolsgang am Weichselbache, 61 aber beträgt die Entfernung in das Bad gleichfalls nur beiläufig vier Stunden und davon läßt sich noch eine Stunde aufs Ungenehmste zu Schiff auf der Fahrt über den unvergleichlichen Zellersee zurücklegen. Zum Schlüsse ein paar Worte für die verwöhnten Stadt- oder andern Kinder! Sollte sich Jemand vor den Entbehrungen des Fuscher Vadelebens scheuen, so beruhige ihn die Versicherung, baß die Betten beim Bademeister ganz gut sind und daß man im Bade zwar nicht alle Gegenstände aus Herrn Sachers Delikatessenhandlung, doch eine schmackhafte und thcilweise sogar vorzügliche Kost findet. Die lakle H'Käw, deren Preis noch im Jahre 1853 30 kr. C.M. für den Mittagstisch und 15 kr. für das Abendessen war, liefert durch- aus nur Genießbares und sind das Rindfleisch ober der Kalbsbraten einmal nicht gerade weich und die Semmeln „altgebacken", so entschä- digen dafür an einem andern Tage ein köstlicher Gemsbralen oder von der Nadmeisterin höchst kunstgerecht zubereitete Spritzkrapfen, Die frischesten Erdbeeren voll Aroma sind stets reichlich vor- handen, nicht übles Bicv, prciswürdiger rother Tirolerwein und guter Kaffee gehen nie aus — Lebensmittel genug um selbst den nicht ganz Anspruchslosen bei guter ^anne zn erhalten! Wir wollen nicht als unbedingte Lobrcbner des Fnscher Bade- lebens auftreten und verkennen seine Unzukömmlichkeiten nicht, welche hauptsächlich daraus entstehen, daß das Bad in den Händen eines zwar wohlhabenden, jedoch nicht, reichen Privatmanns ist. Wir rechnen darunter zuvörderst den Mangel eines ordentlichen Fahrweges znm Bade nnd die ungenügende ärztliche Hilfe. Auch die Thatsache, daß es bei Regenwetter im Bade sogar im Juli und August bisweilen empfindlich kalt wird und manche kleine Unaufmerksamkeiten in der Bedienung der Gäste treten hie und da störend im Badeleben auf. Doch, so wie gegen die Kälte die geheizte Stube und der warme Rock schützen, so kann man auch überzeugt sein, daß die Fehler in der Bedienung gewiß nur von einem Mangel an Einsicht herrühren, und daß der Badmeistev, sobald man ihn auf einen Uebelstand aufmerksam macht, nach Kräften abzuhelfen sucht.
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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Titel
Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Autor
Anton von Ruthner
Verlag
Carl Gerold's Sohn
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.8 x 19.2 cm
Seiten
440
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
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