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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
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am 3. September 1841. 295 Höhenniessung bestellten Barometer schritten und ich nun gewahr wurde, daß auch nicht ein einziges von ihnen zu solch' wissenschaftliche!« Zwecke zu gebrauchen sei. Damit war ja bereits die Erreichung eines der inteicssantcsten Zwecke unseres Wagestückes, die Lösung der Frage des Höhenuerhaltnisscs des Vencdigers zum Großglockner vereitelt, weil in der Nähe von Neutirchen ein besseres Barometer nicht zu erhalten, die Hcroeischaffnng aus größerer Entfernung aber wegen der Menge der versammelten und den Aufbruch schon mit Ungeduld erwartenden Ve° steigungslustigen nicht thunlich war. Da wir jedoch die zwei Hauptprobleme, jenes der Ersteigbarkeit des Venedigers und das andere der Sichtbarkeit Venedigs von unserm Berge, noch vor uns hatten, so sorgten wir jetzt wenigstens für die gehörige Verpackung der zur Lösung des zweiten benöthigten Instru- mente, uämlich uuserer Fernröhre, worunter wir besonders auf einen trefflichen Plößl und einen Frauenhofer große Hoffnung setzten, und schritten dann zur Erfüllung der Vorbedingung der Erreichung irgend eines unserer Zwecke, indem wir um 1'/? Uhr von Neukirchen auf- brachen. Es herrschte eine drückende Schwule und wir waren deßhalb alle froh, als wir durch die Dürrenbachau das rechte Ufer der Sülzach und auf ihm, nachdem wir den berühmten Sulzauer Wasserfall und die Ausmündung des unteren'Sulzbachthales links gelassen, das obere Snlzbachthal und den kühlenden Schatten seiner Wälder erreicht hatten. Der Weg durch dies enge Thal, dessen Mitte der Sulzbach, die Sulzach, durcheilt, steigt nämlich fortan allmalich im lichten Tannen« Walde aufwälts, während zur Verschönerung des Bildes von den die west- liche Thalwand bildenden Bergen »nächtige Bäche, darunter der Seebach, ein Abfluß des auf dem Hinthalkopfe liegenden Sees, in Wasserfällen von bedeutender Hohe in die Thalticfe stürzen. Einen sicher originellen Anblick aber gewährte es, als wir dort, wo das Thal durch einen von der linken Seite vorspringenden Hügel fast gänzlich der Quere nach geschlossen ist, so daß man diesen Hügel in steilen: Ansteigen nach Rechts umgehen muß, an einem Quellbächlein
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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Titel
Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Autor
Anton von Ruthner
Verlag
Carl Gerold's Sohn
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.8 x 19.2 cm
Seiten
440
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
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