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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
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Die erste Ersteigung des Großvenebigers ein, daß jeder Augenblick schnellen Vordringens Gewinn sei, weil sich im Hochgebirge uur zu häufig um IN Uhr die Nebel auf die höchsten Spitzen herabsenken und deshalb bei einer längeren Verspätung unser schon zu sehr bekanntgewordenes Unternehmen gänzlich scheitern oder uns wenigstens jede Aussicht von der Spitze benommen werden konnte. Auch war es bereits Tag geworden nnd wir waren dem Gipfel noch so ferne, ja wir hatten ihn noch nicht einmal erblickt! Endlich kamen wir im sogenannten Steinkar zu Lagerungen mächtiger Granitblöcke und schritten dann, auf ihren Kanten balan- cirend, über sie eine zeitlang fort, bis wir den Gletscher, welchem wir durch die von uns zuletzt eingehaltene ostsndöstliche Richtung etwas ferner gekommen waren, nach einer Wendung plötzlich in geringer Tiefe unter uns, uns gegenüber aber das Ziel unserer Reise, die erhabene Spitze des Großvenedigers von der Morgensonne erleuchtet in den blauen Nether emporragen sahen. Der Gletscher, der sich von seinem Ende bis zum Venediger fortan sanft aufwärts wölbt, hat nämlich, nachdem er in seinem unteren Theile die Richtung von Süden nach Norden beobachtet, weiter südlich und dem Venediger näher die Lagerung von Ost nach West; diese Wendung war jetzt erreicht und wir hatten nun die Aufgabe zum Eismeere hinabzusteigen. Nachdem wir den Venediger mit Hurrahs begrüßt, bewerkstelligten wir dies und gönnten uns, am sogenannten Keeskar am Gletscher angelangt, einige Nuhe, welche wir dazu benutz- ten, die Figur der Spitze und ihre Umgebung recht ins Auge zu fassen. Der Großvenediger hat eine schöne Pyramidenform mit sehr scharfer Spitze, welche nordwestlich und nördlich steil gegen den Gletscher zu abfallt. Der ganze Berg bildet mit den Gletschern eine ununterbrochene Eismasse, nur auf der nordöstlichen Seite ragt aus seinem Eiskleide unter seinem Gipfel eine schwarze Wand heraus, welche in der Richtung nach Osten und gegen den Gletscher sich neigt, sich jedoch bald wieder -.im Eisgebiete verliert.
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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Titel
Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Autor
Anton von Ruthner
Verlag
Carl Gerold's Sohn
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.8 x 19.2 cm
Seiten
440
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
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