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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Seite - 309 -
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am 3. September 1841. 309 der im Jahre 1828 als Führer des Herrn Erzherzogs Johann bald seinen Untergang durch den Venediger gefunden hätte, ^) und der nun ein T^jähriger Greis die Stunde der Nache gekommen sah, und sie auch ausübte, indem er mit uns die zum ersten Male gedemüthigte Spitze betrat. Nohregger führte uns quer über den Gletscher, der hmte, dadurch baldigen Regen verkündend, ringsum donnerte, bis hinunter an den Fuß der ihn westlich begrenzenden Berge und hierauf, fortan theils am äußersten westlichen Gletscherrande, theils, wo derselbe großer Klüfte und steiler Eisabhänge halber nicht gangbar war, über die letzten Ab- fälle und Steinfelder dieser Berge, des Schlieferspitzes, Ioabachspitzes u. s. f., hie und da auch durch die Bäche, welche von ihnen herab- stürzen, abwärts in der Richtung des Thales und seiner Alpenhütten. Wir hatten auf diesem Wege häusig Gelegenheit, die Pracht- hallen des Gletschers von der Tiefe von 10 und mehr Klafter und ihre im herrlichsten Blau uud Grün funkelnden Seiten und Kanten zu bewundern, und diese Eishallen riefen mir die Märchen von den Zauberschlössern und den Krystallpallästen der Niren und Undincn in das Gedächtnis zurück Aber auch die eingestürzten Felswände, an deren Fuße wir zeitweise gingen, mit den vorspringenden Eisnmssen auf der Höhe und ihren Wasserfällen gewährten einen großartigen Anblick, nur daß wir diese Scene lieber von ferne betrachteten, weil gerade solche verwitterte Felsmassen eine so lose Verbindung ihres Gesteins haben, daß ein von uns an ihrem Fuße abgefeuerter Pistolen- schuß sogleich die Ablösung einer beträchtlichen Partie Schutt bewirkte. Endlich waren wir auf diesem, oft, besonders an den Eisabhängen, bedenklichen Wege dort angelangt, wo der Gletscher steil auf den hier bereits sichtbaren Alpenboden von Qberfulzbach abfällt. Vi wurde von einer Lawine in den Abgrund getragen und nebst seiner eigenen Geistesgegenwart verdankt er blos dem Umstände das Leben, daß er nur f« hoch mit Schnee bedeckt war, baß er mit feiner Hand bi« auf die Oberfläche der auf ihm lastenden Schneemassen gelangen konnte, wodurch der Punkt, w« er sich im Schnee befand, bekannt wurde und er dann gerettet werden konnte.
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Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Titel
Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
Autor
Anton von Ruthner
Verlag
Carl Gerold's Sohn
Ort
Wien
Datum
1864
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
11.8 x 19.2 cm
Seiten
440
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
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