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am 3. September 1841. 313
und Mulwitzkeeses, etwa 5 Stunden unter der höchsten Spitze, er»
baut worden.
Folge, aber auch Beweis der leichten Ersteigbarteit des Groß-
venedigers von Pregraten, ist, daß er alljährlich mehrere Male auf
diesem Wege bestiegen wird, und, wie es in solchen Fällen öfter vor-
kömmt, ist diese Bergfahrt hauptsächlich bei emer bestimmten Lands-
mannschaft, nämlich den Baiern, sehr beliebt. Doch wird sie nicht
minder von Wienern fieißig gemacht und unter die Ersteiger des großen
Venedigers ans der Residenz zahlt auch bereits eine kühne Bergsteigerin.
Nach dem Werke Kürs inger 's und Sp i tä ler 's hatte be-
reits im Jahre 1842 eine bedeutende Veränderung an der Form
der obersten Spitze stattgefunden und war ihr äußerster Theil mit dem
dort eingetriebenen Pflocke schon damals in die Tiefe abgestürzt. Ich
hllbe spater in dem Jahre 1853 vom Matreyer-Kalserthörl und im
Jahre 1834 vom Wiesbachhorn eine ungewöhnlich große Schnee-
anwehung, einen sogenannten Schneepolster, auf der Spitze des Ve-
nedigers mit dem Fernrohre deutlich wahrgenommen. Dieser Schnee-
polster hat noch in den folgenden Jahren, aber in veränderter Gestalt,
bestanden und hat die Betretung zu einem Wagestücke gemacht, das
zwar ein oder ein paar Mal ausgeführt worden ist, welches zu wieder-
holen jedoch Nremllndem' gerathen werden kann, weil cs mißlingen
und dann für den Wagehals die entschieden unglücklichsten Folgen
haben könnte.
Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
- Titel
- Berg- und Gletscher-Reisen in den österreichischen Hochalpen
- Autor
- Anton von Ruthner
- Verlag
- Carl Gerold's Sohn
- Ort
- Wien
- Datum
- 1864
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 11.8 x 19.2 cm
- Seiten
- 440
- Schlagwörter
- Alpen, Gebirge, Natur
- Kategorien
- Geographie, Land und Leute
- Geschichte Vor 1918