Seite - 127 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
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Hochwnchsende Pflanzen. 127
alle. Diese Pflanze wuchs unter den mir bekannten am höchsten,
aber auch sie wurde vun einer kleinen weißen Blume überholt, die
ich noch nie gesehen hatte nnd nicht erreichen konnte.*
^ Die folgenden Pflanzen wurden von mir ssesammelt: M^a»oti8 >
,., VsrauicÄ, ai^iull 1^., I^uarin, aipiria U., tteutilwl. .^« ^.,
xi lotunäitolium Oauä,, 8i1suL lloanii» 1^, (?), I'otsutill«, »p., 8»,xi-
8p., 8llxitraM llluseoläe» ^Vult. Ich verdaute diese botanischen Be-
stimmungen Herrn William Carmthers uom Britischen Museum, Diese
Pflanzen kamen zwischen 10500 Fuß bis etwas untcr 13000 Fuß vor und
sind die am höchsten wachsenden, die ich in den Alpen gesehen habe. Inner-
halb dieser Grenzen können vielleicht dreimal so viele Arten gesammelt werden,
Eine Flora des Mattertzorns wollte ich nicht aufstellen, sondern nur die Pflan-
zen ermitteln, welche die grüßte Berghohe erreichen, Flechten kommen auf
den höchsten Punkten sehr wenige Unr, Ihre Seltenheit hat ohne Zweifel in
der fortwährenden Zersetzung des Felsens und in der darcms entstehenden
Entblößung der frischen Oberflächen ihren Orund. 8ileue kc-Miü war die
, hu'chstwachsende Pflanze, die Sausfurc in den Alpen fand. Wie ei erwähnt,
fand er einen Büschel derselben in der Nähe des Ortes, wo er auf seiner
Rückkehr vom Montblanc etwa 11388 Fuß über dem Meere schlief.
Die Herren William Mathews und Charles Packe, die lange Jahre in
den Alpen und Pyrenäen botanifirt haben, sind f» freundlich gewesen, nur
die Namen der höchstwachsenden Pflanzen zu nennen, welche sie auf ihren
Wanderungen gefunden haben. Die Liste ist nicht lang, aber interessant, t>a sie
die äußersten Grenzen angieüt, welche die abgehärtetsten Pflanzen erreichen,
Mattzews nennt: öaiuMuuIi!, eenisia (mcf der Grivola, 12047 Fuß), 8axi-
trÄZli, br/oiäe« und H.uäm8aes Zla<ÄÄli8 (auf den Gipfeln des Gmilius,
11677 Fuß, und des Mitor, 1148Ü Fuß), NauuuLululj ßlaoiM», H,«nLi-i2.
alpiu«, und ??ieMinN aipirmin (auf dem Monte Viso, zwischen 10 »00 und
10500 Fuß), N1«,8pi lotnuäitiolium und Laxllr^Ä rMor«, (Monte Vifu,
etwa 9500 Fuh), (üaiuxllnnil,, ratulläitoliÄ, (?), H,it,Lini8i2, «pioatÄ, Vult, H,ro
uienill voiouieum und ketiooMi» ? l^tzUÄ,iea (Col de SeylitzreB, 8247 Fuß).
Packe fand anf oder dicht unter dem Gipfel des Pic de Mulhahacen in
der Sierra Nevada von Granada (11600 üis 11709 Fuß) ?2P«,vsr alzuuuin,
(Abart: ?^wUÄi<:ulu), ^.itsinizill!sevaäeu8i« (durch die man dem Manza-
nilln-Wein die Blume giebt), Viola IfsvaäLuLis, Oalium ^isnmculQ,
Ii-izstuili ziüoials, FeLtuek OlemLutei, Laxitra^«, (HroLuilluäic:«, (Abart:
Ui»t»,), Nri^erciu n.1piur>M (Abart: Fikleiüle) und H.iL2«,iiü, tetr2,MLirll.
Auf dem Pieacho 'de Veleta (11440 Fuß) und auf dem Almzalm (11330 Fuß)
werden dieselben Pflanzen mit Ausnahme der erstgenannten gefunden. Auf
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
- Titel
- Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
- Autor
- Edward Whympers (Friedrich Steger)
- Verlag
- George Westermann
- Ort
- Braunschweig
- Datum
- 1892
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 12.2 x 18.4 cm
- Seiten
- 490
- Schlagwörter
- Alpen, Gebirge, Natur
- Kategorien
- Geographie, Land und Leute
- Geschichte Vor 1918