Seite - 210 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
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2IU Niederlage durch das Wetter,
Weder hinauf noch hinnnter. Auf eine solche Gefangenschaft durfte
ich es nicht ankommen lassen, da ich Ende der Woche, in London
sein mußtet
Ini Laufe des Nachmittags erreichten wir Breil, wo das
schönste Wetter war und wo dic Wirthsleute unsere Erzählungen
deshalb mit sichtlichem Unglauben anhörten. Sie staunten, als sie
hörten, daß wir einen Uierundzwanzigstündigen Schnecsturm gehabt
hätten. „Nun," sagte der Gastwirth Favre, „wir haben keinen
Gastwirth Fanvc i» Nreil,
Schnee gehabt. Während der ganzen Zeit Ihrer Abwesenheit ist
das schönste Wetter gewesen und auf dem Berge hat sich blos eine
kleine Wolke gezeigt," Eine kleine Wolke, vortrefflich! Wer es
nicht selbst empfunden hat, der weiß freilich nicht, was für ein ent-
setzliches Hinderniß eine solche kleine Wolke ist.
Wie kommt es, daß das Matterhorn diesen abscheulichen
Wetterwechseln unterworfen ist? Gewöhnlich ist man gleich mit
* Seitdem haben wenigstens einmal mehrere Personen fünf bis sechs
Tage lang in dieser Lage sich befunden.
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
- Titel
- Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
- Autor
- Edward Whympers (Friedrich Steger)
- Verlag
- George Westermann
- Ort
- Braunschweig
- Datum
- 1892
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- PD
- Abmessungen
- 12.2 x 18.4 cm
- Seiten
- 490
- Schlagwörter
- Alpen, Gebirge, Natur
- Kategorien
- Geographie, Land und Leute
- Geschichte Vor 1918