Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geographie, Land und Leute
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Seite - 211 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 211 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Bild der Seite - 211 -

Bild der Seite - 211 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Text der Seite - 211 -

Ner Wetterwechsel des MntterhornB, 211 der Antwort da: „Weil der Berg einzeln steht und die Wolken nnzieht," Das ist keine genügende Erklärung, Der Berg steht einzeln, gewiß, aber doch nicht su viel mehr als die benachbarten Gipfel, daß er die Wolken um sich sammeln sollte, wahrend alle anderen es nicht thun. Die Wolken, die am Matterhorn zu ent- stehen pflegen, werden nicht durch ein Zusammenziehen kleinerer, vereinzelter Dünste aus der Ferne gebildet, so daß der Proceß ein ähnlicher wäre wie das Ansetzen von Schaum an einen im Wasser liegenden Baumstamm, sondern erzeugen sich am Berge selbst und treten plötzlich an Stellen auf, wo man bisher keine Wolken gesehen hat. Hauptsächlich entstehen und hängen sie an den gegen Süden liegenden Seiten, am häufigsten an der südöstlichen. Häufig um- hüllen sie den Gipfel nicht und gehen selten bis zum Glacier du Lion oder bis unter den Glacier dn Mont Cervin hinunter. Sie entstehen im schönsten Wetter, an hellen und windstillen Tagen. Wir sollten die Erklärung mehr in Wärmeunterschieden als in der Höhe nnd Isolirung des Berges suchen. Ich möchte die Störungen in der Luft, die an schonen Tagen ^ auf der Südseite des Matterhorns vorkommen, hauptsächlich der Thatsache zuschreiben, daß der Berg ein Felsen ist, also viel Hitze in sich aufnimmt,** und nicht blos selbst wärmer, sondern auch von einer höheren Tem- peratur umgeben ist als Gipfel wie das Weißhorn und der Lys- tamm, die im eigentlichen Sinne des Wortes Schneeberge sind. Bei gewissen Zuständen der Luft bleibt sich die Wärme der- selben über einen weiten Raum und bis zu einer großen Höhe ziemlich gleich. Ich habe erlebt, daß der Thermometer oben auf * Ich spreche ausschließlich von Störungen, die bei schönem Wetter und am Tage eintreten, " Die Felsen sind zuweilen so heiß, daß es beinahe wehe thut, sie zu berühren, 14"
zurück zum  Buch Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869"
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Titel
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Autor
Edward Whympers (Friedrich Steger)
Verlag
George Westermann
Ort
Braunschweig
Datum
1892
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
12.2 x 18.4 cm
Seiten
490
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869