Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geographie, Land und Leute
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Seite - 297 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 297 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Bild der Seite - 297 -

Bild der Seite - 297 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Text der Seite - 297 -

Irrthlnnlichc Ansichten über Moränen, 287 Wenn man die entgegengesetzte Ansicht annähme und behaup- tete, daß die Gletscher durch ihre Bewegung von den Seiten und Sohlen der Thäler, aus denen sie sich abwärts bewegen, Fels- massen abbrechen und unterwegs alles Bewegliche zusammenschie- ben, so daß vor und neben ihnen große Anhäufungen von Trüm- mern entstehen,^ so könnte man den Schluß nicht abweisen: Je größer der Gletscher ist, um so größer muß die Moräne sein. Diese Ansicht findet bei Denjenigen, welche die Wirksamkeit der heutigen Gletscher aus persönlicher Beobachtung kennen, keine große Gunst. Von Saussure°^ an hat man von Zeit zu Zeit darauf hingewiesen, daß die Moränen hauptsächlich durch Trüm- mer der Felsen oder des Bodens oberhalb der Gletscher, nicht der Stellen, über welche diese hinweggehen, gebildet werden. In den Schriften moderner Theoretiker über die Gletscher und deren Thä- tigkeit in früheren Zeiten findet man aber nicht selten die Ansicht aufgestellt, daß die Moränen den Betrag der von den Gletschern bewirkten Aushöhlung <das ist der Kunstausdruck) darstellen, oder mindestens Stoffe in sich tragen, die von Gletschern ausgehöhlt worden sind. Ferner sagt man, daß ungeheure Moränen nnr durch ungeheure Gletscher entstanden sein können und daß eine große Ausdehnung der Gletscher, eine Eisperiode, nothwendigerweise rie- sige Moränen erzeugen mußte. Wir'' brauchen aus unzähligen Beispielen nur ein paar herauszuheben, um zu zeigen, daß solche allgemeine Behauptungen nicht aufrecht erhalten werden können. In der Kette des Mont Blane kann man die Moräne des ^ Atlas der physikalischen Geographie von Äugustus Petennann und Milner. T "' „Die Steine," sagt Saussu«, „die man auf den oberen Enden der Gletscher findet, sind von derselben Natur wie die Berge, die sich oberhalb erheben. Da sie aber l«m Eis in die Thäler geführt werden, so kunnnen sie zwischen Felsen von ganz anderer Natur." ,
zurück zum  Buch Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869"
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Titel
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Autor
Edward Whympers (Friedrich Steger)
Verlag
George Westermann
Ort
Braunschweig
Datum
1892
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
12.2 x 18.4 cm
Seiten
490
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869