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Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
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3W Ausflüge in der Gegend von Chamouny. Gletscher ausgehöhlt worden sind, sondern blos die Fähigkeit der Gletscher beweisen, Trümmer fortzuschieben und aufzuhäufend Die Gegend, die mir zu diesen Bemerkungen über Moränen Anlaß gab, war für uns noch der Schauplatz einer neuen Unter- nehmung. Zunächst gingen wir zum Lac de Combal*^ und von da über den Col de la Seign nach Les Motets, wo wir schliefen. Am 13. Juli stiegen wir in einem schweren Gewitter über den Col * Von den Streifen, die man auf den Felsen findet, über welche Glet- scher gegangen sind, nehmen die besten Schriftsteller an, dnß sie durch fremde Stoffe entstanden, welche im Eise feststeckten, oder zwischen ihm und dem Fel- senbette hinrollten. Wenn die hauptsächlichste Ursprungsstntte der Werkzeuge, welche diese Zeichen machen, abgeschnitten ist, so müssen die Zeichen natürlich weniger zahlreich sein. Nie Seltenheit solcher Streifen in der Nachbarschaft des großen grönländischen Eismeeres war höchst auffallend. Die Gletscherwelt konnte nicht vollkommener sein, aber Streifen, Rinnen und Hohlkehlen fehlen gänzlich. Dabei hatte in den Oertlichkeiten, die ich meine, nach dem Zurück- treten des Eises keine bemerkbare Verwitterung stattgefunden. In dem Land- streifen Uor dem Eise sieht man Streifen und Rinnen, aber fie sind in Grün- land nicht so gewöhnlich wie in den Alpen. " Die Ersteigung der Aiguille de Trslatetc von unserem Lager am Mont Suc (dritthalb Stunden über dem Lac de Combal) uud das Hinunter- steigen nach Les Motets kostete uns 9^ Stunden. Nachdem unser Weg den See verlassen hatte, führte er in der größten der Schluchten auf der Südost- seite des Mont Suc aufwärts und lief dann an der Spitze des allmälig ab- fallenden Schneegrats hin, der auf dem Gipfel jenes Vorfprung.es der Trs- lattzte liegt. Dann senkte er sich durch eine Lücke in einen der kleineren Grate des Mont Suc zu einem Zweige des Glacier d'Allse Blanche hinab. Nun ging es zu jenem Gletscher (etwas nordwestlich) gerade hinauf, bis wir auf den Gr« trafen, der vom Gipfel der Trslattzte in der Richtung des Mont Blanc nlederstreicht. Diesem folgten wir, bis wir nach der Ersteigung des Gipfels Nr. 3 (12 782 Fuß) den höchsten oder mittelsten Gipfel (l,2800^Fuß) erreichten. Es ist möglich, von diesem höchsten Punkte des Gebirgs zum, Wacier de Trslattzte hinunterzusteigen, Ich wollte 1864 diesen Weg einschla- gen, wurde aber überstimmt. Der Mont Suc ist ein berühmter Fundort nun Krystallen, Wir entdeckten mehrere funkelnde, feenartige Höhlen, die mit Prachtvollen Exemplaren von Rauch- oder hellen Krystallen bekleidet waren. Leider ging es wie gewöhnlich: die besten wurden beschädigt, ehe sie sich ab- lösen ließen.
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Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Titel
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Autor
Edward Whympers (Friedrich Steger)
Verlag
George Westermann
Ort
Braunschweig
Datum
1892
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
12.2 x 18.4 cm
Seiten
490
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
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