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Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
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Seite - 329 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

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Verschiedenheit Zwischen der Zersetzung durch Luft oder Gletscher, 829 Winden und glühender Hitze ausgesetzt wären, so dürfte man sie schon eher ewig nennen. Sie würden immerhin verwittern, aber ihr Ruin träte viel langsamer ein. Wenn Felsen von einem Gletscher bedeckt sind, so genießen sie einer fast unveränderlichen Temperatur. Die Extreme des Som- mers und des Winters sind ihnen dann unbekannt, da unter dem Eise höchstens ein Unterschied von wenigen Graden eintritt,^ Dann entsteht in Folge von ungleicher Ausdehnung und Zusammen- ziehung eine geringe oder gar keine Zersetzung, Dann dringt der Frost nicht in das Herz des Felsens ein und spaltet keine großen Massen ab. Die Felsen sind dann einem Abschleifen, keinem Zer- sprengen ausgesetzt. Dann verschwinden Atome, keine Massen. Spalten werden überbrückt, denn das Eis kann nicht zu ihnen ge- langen ss. S. 170), und nachdem das Abschleifen Jahrhunderte lang stattgefunden hat, finden wir noch immer zahllose eckige Ober- flachen (an den Lee-Seiten der Felfen), die vor der Einwirkung des Eises ihre Form erhielten. Diese augenfälligen Unterschiede zwischen den Wirkungen der Hitze, der Kälte, des Wassers und der Thätigkeit der Gletscher auf Felsen sind die folgenden. Die ersteren benutzen Sprünge, Risse, Verbindungen und weiche Stellen, die letztere nicht. Die ersteren können unter überhängenden Massen wirken, die letzteren nicht. Die Wirkungen der ersteren nehmen beständig zu, weil sie durch die Bildung neuer Spalten, Risse und Löcher ein immer größeres ^ An den Seiten der Wetscherbetten ist der Teinperaturwechsel ohne Zweifel größer. Naß die Wintertälte aber nicht in die innersten Theile der Gletscherbetlen eindringt, wird dadurch bewiesen, daß in den Alpen wie in Grönland, wie ich dort selbst gehört habe, das ganze Jahr lang, im Winter wie im Summer, Ströme unter dem Eise fließen. Durch Versuche kann man sich leicht überzeugen, daß selbst im Hochsummer die Temperatur des Gletscher- bodens dicht au 82 Grad Fahrenheit bleibt.
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Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Titel
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Autor
Edward Whympers (Friedrich Steger)
Verlag
George Westermann
Ort
Braunschweig
Datum
1892
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
12.2 x 18.4 cm
Seiten
490
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
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