Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geographie, Land und Leute
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Seite - 396 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 396 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Bild der Seite - 396 -

Bild der Seite - 396 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Text der Seite - 396 -

396 Vie Mipfcl der Alpen wann nicht mit Eis bedeckt. annehmen, daß Tyndall dcr kindlichen Ansicht des verstorbenen Dollfus-Ausset* beistimmte, nach der die Gletscher in Höhen übcr WW Fuß an die Felsen immerwährend angefroren gewesen sind, so daß keine Erosion von ihnen hat ausgehen können. Ist diese Ansicht die richtige, woher kommen da die Sftaltcn'in Höhen über 9000 Fuß? Wie läßt sich von einem Zusammenhang dcr Gletscher reden, wenn der untere Theil sich abwärts bewegt hat, der obere aber unbeweglich gewesen ist? vi-. Tyndall ist mit den Gletschern zu gut bekannt, um an solchen Unsinn zu glauben. Für mich ist die ganze Thatsache ein starker Grund mehr, zu glauben, daß die Alventhäler nie vollständig mit Gletschern gefüllt gewesen sind und folglich nicht von Gletschern haben ausgehöhlt werden können. Was die Mündungen der Thäler uns enthüllen, spricht auch gegen Tyndall. Hier ist Folgendes zu bemerken. Erstens haben die Gletscher an den Thalmündungen nicht so lange existirt wie weiter oben. Zweitens müssen sie sich hier in der Regel langsamer bewegt haben als in den oberen Theilen des Thales, weil die Nei- gung unten gewöhnlich weit geringer ist und zuweilen, wie im Aosta-Thal, eine völlige Ebene auftritt. Drittens hatten die Glet- scher, ehe sie die Thalmündnng erreichten, ihre wichtigsten Zuflüsse meistens bereits bis auf den letzten aufgenommen und müssen an Umfang rasch abgenommen haben. Aus allen diesen Thatsachen läßt sich kein anderer Schluß ziehen, als daß die Erosion durch die Gletscher an den Thalmündungen weit geringer sein muß als weiter oben, und dieser Schluß stimmt trefflich mit dem Ergebniß zusammen, zu dem Tyndall selbst gelangt, wenn er sagt: „Noch weiter unten verringern sich die Höhen und die Berghänge werden * S, Materialien zum Studium der Gletscher, Th, 1, Nbth. 3, S. II und an vielen anderen Stellen.
zurück zum  Buch Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869"
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Titel
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Autor
Edward Whympers (Friedrich Steger)
Verlag
George Westermann
Ort
Braunschweig
Datum
1892
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
12.2 x 18.4 cm
Seiten
490
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869