Web-Books
im Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Geographie, Land und Leute
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Seite - 413 -
  • Benutzer
  • Version
    • Vollversion
    • Textversion
  • Sprache
    • Deutsch
    • English - Englisch

Seite - 413 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Bild der Seite - 413 -

Bild der Seite - 413 - in Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869

Text der Seite - 413 -

Fehlen von Seen im Aosta-Thal, 413 Dies sind nicht die einzigen Einwände, welche sich seiner Theorie machen lassend Es läßt sich schwer erklären, wie die Gletscher die cxistirenden Felsenbeäen ausgehöhlt haben, aber noch auffallender ist, daß da, wo sie solche Becken gemacht haben sollten, keine vorhanden sind. Ramsay hat ausführlich erklärt, weshalb sie auf steilem Boden nicht gebildet werden konnten, und mit dem, was er über diesen Punkt sagt, stimme ich völlig übcrein. Er sagt aber weiter: „Wenn ein Gletscher in ein flaches Thal hinunterstieg, so war der Fall ein anderer. Dort hatte, um diesen alltäglichen Ausdruck zu gebrauchen, das Eis Zeit, sich weiche Stellen aus- zusuchen." „Wie kommt es da," haben ausgezeichnete Geologen, namentlich Iuhu Ball und Professor Favre, gefragt, „daß in: Aosta-Thalc tcine Seen sind?" Das Thal ist genau so gebildet, wie es nach Namsays Theorie gebildet sein muß, damit Seen ent- stehen. Es hat eine sehr mäßige Neigung und ist an verschiedenen Stellen, z. B. in der Gegend der Stadt Aosta, beinah eben. Der Gletscher, der es fiillte, war doch wohl dick genug, um überall Becken auszuschaufeln, und wurde an manchen Stellen durch langsamere Bewegung noch dicker.'^ Kommen in diesem gro- ßen Thal nirgends weiche Stellen vor? Traten in der langen Periode, in der das Thal seine Gletscher hatte, keine Zufälle ein, die an bestimmten Stellen ein größeres Abkratzen bedingten? Offenbar nicht, denn im Thal befinden sich keine nennenswerthen Seen und auch keine Stellen, wo Becken in Felsen ausgehöhlt * Einige der wichtigeren Einwände findet man in Murchisons Adresse an die Geographische Gesellschaft Uon 1864, in NM3 „Alter des Menschen" und „Elemente der Geologie", in Studers „Ursprung der Schweizer Seen" und in Aufsätzen Fcwres und Balls in dem „Naturwissenschaftlichen Magazin" vom März 1885 und vom Februar 18U8. ** Professor Guyot hat an engen Stellen Streifen üemerkt, die gegen die Mündung des Thales aufsteigen, S, Gastaldis „Oberflächliche Bodenbildung",
zurück zum  Buch Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869"
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Titel
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869
Autor
Edward Whympers (Friedrich Steger)
Verlag
George Westermann
Ort
Braunschweig
Datum
1892
Sprache
deutsch
Lizenz
PD
Abmessungen
12.2 x 18.4 cm
Seiten
490
Schlagwörter
Alpen, Gebirge, Natur
Kategorien
Geographie, Land und Leute
Geschichte Vor 1918
Web-Books
Bibliothek
Datenschutz
Impressum
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Berg- und Gletscherfahrten in den Alpen in den Jahren 1860 bis 1869